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Trotz Nachwuchssorgen: Kinderfeuerwehr verboten

Jahresversammlung bei der Feuerwehr in Klein Holtensen Trotz Nachwuchssorgen: Kinderfeuerwehr verboten

Vor einem Jahr ist bei der Hauptversammlung der Ortsfeuerwehr Klein Holtensen/Wiersen beklagt worden, dass Nicole Freyer-Wille die Kinder- und Jugendfeuerwehr nicht mehr leiten darf.

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Friedrich Sostmann (von links), Heinrich Kerkmann, Dieter Wöltge-Schütte und Karl-Friedrich Lohmann sind langjährige Mitglieder der Ortswehr Klein Holtensen/Wiersen.

Quelle: la

Klein Holtensen. Begründet wurde das vom damaligen Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold und der Verwaltung damit, dass Freyer-Wille inzwischen in Algesdorf wohnt. Bürgermeister Thomas Priemer und Nothold versprachen, eine Lösung für das Problem zu finden – doch ein ganzes Jahr lang ist nichts geschehen.

 „Ich kann mich mit dem Ergebnis nicht anfreunden, dass unsere Kameradin Nicole Freyer-Wille, die ja nun gewillt ist, die Kinderfeuerwehr weiterzuführen, das von der Gemeinde quasi verboten bekommen hat“, stellte Ortsbrandmeister Michael Sostmann während der Jahresversammlung im Feuerwehrgerätehaus fest.

 15 Jahre lang hatte Freyer-Wille die Jugendfeuerwehr im Ort geleitet. Inzwischen sind die wenigen Jugendlichen des kleinen Dorfes zur Nachbarjugendfeuerwehr gegangen. „Jugendliche haben wir unter unseren rund 185 Einwohnern von Klein Holtensen und Wiersen nicht. Aber Kinder, die Interesse an der Feuerwehr haben“, so Sostmann. Die dürfe man auf keinen Fall verlieren. „Unsere Ortswehr feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen, und wir haben heute so viele Ehrungen langjähriger Mitglieder wie nie. Das ist erfreulich, zeigt aber auch, wie alt wir sind“, stellte der Ortsbrandmeister fest.

 Gemeindebrandmeister Michael Möller stellte fest, dass Freyer-Wille wohl alle Voraussetzungen erfüllen würde, um die Kinderfeuerwehr zu leiten. „Sie hat einen zweiten Wohnsitz in Klein Holtensen und nimmt an den Diensten der Ortswehr teil. Das müsste eigentlich ausreichen, wird von uns aber noch geprüft“, so Möller, der zuversichtlich ist, dass es bald wieder eine Kinderfeuerwehr in Klein Holtensen geben kann. Ortsbrandmeister Sostmann und die 16 Aktiven würden sich darüber freuen, denn ohne Nachwuchs ist die Zukunft der kleinen Ortswehr im östlichen Auetal mehr als ungewiss.

 Schon jetzt ist es knapp. „Bei unseren beiden Einsätzen im vergangenen Jahr, beides Tageseinsätze, war ich froh, dass wir überhaupt ein Fahrzeug besetzen konnten. Die Tagesverfügbarkeit ist nämlich nur bedingt gegeben“, räumte Sostmann ein.

 Die Ortsfeuerwehr Klein Holtensen/Wiersen hat an unterschiedlichen Übungen mit dem Zug Ost teilgenommen, Hydranten gewartet, den Löschbrunnen bei Brehe überprüft und die Zisterne an der Autobahnrastanlage „Schafstrift“ in Betrieb genommen.

 Gruppenführer Axel Scholz hatte 1000 Dienststunden errechnet, davon 359 Stunden für praktische Übungen, 58 für theoretischen Unterricht, 76 für Wettbewerbe, 178 für Einsätze und Übungen und 329 Stunden allgemeiner Dienst.

 Axel Scholz wurde von Möller zum Hauptlöschmeister befördert. Dirk Hahne, Abschnittsleiter Süd, brachte neue Urkunden zur Versammlung mit. „Erstmals bin ich heute in meiner neuen Funktion hier, und erstmals übergebe ich die neuen Urkunden, die jetzt nicht mehr vom Landkreis, sondern vom Innenministerium ausgestellt wurden“, so Hahne.

 Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Karl-Friedrich Lohmann geehrt, für 50-jährige Treue zur Ortsfeuerwehr erhielten Dieter Wöltge-Schütte, Friedrich Sostmann und Heinrich Kerkmann die entsprechenden Auszeichnungen. Seit 25 Jahren aktiv dabei ist Ino Wilkening, und für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Hermann Haupt mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold geehrt. Fleißigster Aktiver 2014 war Dirk Geidner, der jeden Donnerstag am Dienst teilgenommen hat. „Auf solche Leute kann man bauen“, stellte Sostmann stolz fest.  la

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