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Übersehene Kleinode

Historische Bauwerke im Auetal Übersehene Kleinode

In der Spurensuche der Schaumburger Landschaft, in der das Wissen um wertvolle Zeugnisse der Kultur und der historischen Landnutzung zusammengetragen wird, finden sich auch Handwerkerhäuser in Rannenberg.

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Die Arbeit im Sandsteinbruch Obernkirchen macht es möglich: In Rannenberg errichten Steinhauer eigene Wohnhäuser.

Quelle: rnk

Auetal. Denn die westlichen Dörfer des Auetals waren zum Teil eng mit den naheliegenden Obernkirchener Sandsteinbrüchen auf dem Bückeberg verbunden. Für die nicht erbenden Bauernsöhne gab es dort Beschäftigung als Steinhauer, Steinbrucharbeiter oder Fuhrwerksbetreiber.

 Mit der Wiederaufnahme des Dombaues in Köln und dem neuen Transportweg durch die Eisenbahn nahmen die Steinbrüche vor 150 Jahren, um 1860, einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Folge: Kontinuierliche Arbeit und guter Verdienst ermöglichten nun auch den Steinhauern einen bescheidenen, eigenen Hausbau. 1864 errichteten sich Borsteler Steinhauer mit viel Eigenarbeit drei kleine Wohnhäuser in der Rannenberger Ortsrandlage; an einem kleinen Hohlweg, der zur Paschenburg führt.

 Die Spurensuche der Schaumburger Landschaft widmet sich in erster Linie den kleinen Kostbarkeiten, denn diese Kleinode werden oftmals übersehen, wenn nicht immer wieder darauf aufmerksam gemacht wird.

 Immer noch gehen durch Unkenntnis und Gedankenlosigkeit viele erhaltenswerte Relikte der ehemaligen Arbeits- und Lebenswelt verloren. Deshalb sei es dringend geboten, durch Aufklärung und Begeisterung für diese alten Spezialitäten dem schleichenden Verlust entgegenzuwirken.

 Auch der Kirchhof an der St.-Eligius-Kirche in Hattendorf findet sich dort aufgelistet. Der Kirchhof hat seine ursprüngliche Form in idealer Weise erhalten. Eine historische Karte von 1774 lässt das sehr gut erkennen.

 Als eine der ältesten Kirche im Auetal reicht sie in ihren Ursprüngen vermutlich bis ins 12. Jahrhundert. Auffällig ist die Form einer Kreuzkirche, wobei die Baugeschichte nicht eindeutig rekonstruierbar ist. Der Westturm stammt weitgehend aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die südlichen Hallenjoche wurden um 1500 angebaut, der nördliche Anbau wurde 1577 von dem Baumeister der Weserrenaissance, Jakob Kölling, angefügt. 1642, im Dreißigjährigen Krieg, wurden Teile der Kirche und des Dorfes zerstört.

 Die südliche Außenwand des Langhauses der Kirche inu Hattendorf schmückt ein giebelbekröntes Sandsteinrelief. Das Epitaph aus dem 16. Jahrhundert zeigt einen unter dem christlichen Kreuz knienden Ritter. rnk

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