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Verkehrssituation nimmt dramatische Formen an

Auetal-Rehren / Gewerbegebiet Verkehrssituation nimmt dramatische Formen an

Parkplätze für Lkw sind auf der Autobahn rar, und so nutzen viele Trucker die anliegenden Gewerbegebiete, um ihre Ruhepausen einzuhalten. So auch im Auetaler Gewerbegebiet in Rehren. Ab dem Nachmittag „rücken“ mehr und mehr Lkw-Fahrer in der Sandstraße und „Niederen Heide“ an, parken am Straßenrand und blockieren so die Durchfahrtsstraßen. Vor allem im Kreuzungsbereich der vorgenannten Straßen entstehen durch abgestellte Lkw immer wieder gefährliche Situationen.

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Unerlaubt abgestellte Lkw sorgen im Gewerbegebiet in Rehren immer wieder für gefährliche Verkehrssituationen. © la

Auetal-Rehren (la). „Die Verkehrssituation nimmt zum Teil dramatische Ausmaße an“, sagt Heinz Bormann, CDU-Kandidat für die bevorstehende Kommunalwahl und betroffener Geschäftsmann. „Mein Sohn hatte kürzlich einen Auffahrunfall, weil im Bereich der Kreuzung ein niederländischer Lkw-Fahrer nur 20 Meter hinter dem Schild ,Absolutes Halteverbot‘ geparkt hatte“, erzählt Bormann. Der Verkehr habe sich aufgestaut und eine Verkehrsteilnehmerin habe ohne Rücksicht zurückgesetzt und war in das stehende Auto seines Sohnes gefahren. „Zum Glück wurde niemand verletzt, aber es entstand ein Schaden in Höhe von 1000 Euro“, so Bormann.

Noch vier weitere Lkw, davon drei in falscher Fahrtrichtung auf der Straße „Niedere Heide“, hätten den Verkehr zum Erliegen gebracht. Immer wieder würden auch Bürgersteige und Laternen beschädigt und dadurch hoher Sachschaden angerichtet.

„Wir von der CDU wollen in der kommenden Legislaturperiode die Verkehrsumstrukturierung zu einem Leitthema machen“, sagte Bormann, der nicht länger hinnehmen will, dass der gesamte Verkehr über die eine Kreuzung geht. „Wir brauchen mindestens noch zwei weitere Einfahrten in das Gewerbegebiet oder gegebenenfalls einen Ringverkehr“, fordert Bormann. Und zu guter Letzt müsse es das Ziel sein, eine direkte Anbindung an die Autobahn 2 in Richtung Hannover zu schaffen.

„Investoren sind trotz der Toplage nicht gewillt, unter solchen Bedingungen in unser Gewerbegebiet zu investieren. Es gibt zwar genügend Resonanz, aber keine Abschlüsse. Das Gewerbegebiet liegt brach“, stellte Bormann fest.
Außerdem sei es dringend erforderlich, dass die Gemeinde eine Ordnungskraft einsetzt, da es nahezu täglich zu einer Vielzahl von Verkehrsverstößen im Gewerbegebiet komme, die zum Teil gefährdend seien. „Bußgelder kämen der Gemeinde zugute“, so Bormann.

Bormann hatte sein Anliegen schriftlich Bürgermeister Thomas Priemer vorgetragen, der daraufhin Kontakt mit der Polizei und dem Landkreis Schaumburg aufgenommen hat. „Die Gemeindeverwaltung beschäftigt sich ebenfalls seit Längerem mit dieser Problematik“, antwortete er. Aus diesem Grund solle am kommenden Mittwoch, 20. Juli, ein Ortstermin mit der Verkehrskommission des Landkreises Schaumburg stattfinden, um im Gewerbegebiet zu beraten, welche Verkehrsregelung getroffen werden könnte, um die Situation zu entschärfen.

Darüber hinaus sei von der Verwaltung beabsichtigt, beim Landkreis Schaumburg zu beantragen, dass der ruhende Verkehr durch die Gemeinde überwacht wird. Verkehrsverstöße würden dann zeitnah durch einen Vollzugsbeamten der Gemeinde geahndet. Da dafür zusätzliches Personal benötigt würde, solle in einer der nächsten Sitzungen des Verwaltungsausschusses darüber beraten werden.

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