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Viel zu teuer

Verkehrsinsel wird wohl nicht kommen Viel zu teuer

50.000 Euro für den Bau einer Insel auf der Gefällestrecke von Schoholtensen nach Klein Holtensen, um den Rasern den Schwung zu nehmen und die Sicherheit der Bürger zu erhöhen – das ist dem Rat der Gemeinde Auetal angesichts der knappen Kassen zu viel Geld. Zwar hat bislang nur der Fachausschuss gegen die Insellösung votiert, und das einstimmig, doch der Rat dürfte dieser Empfehlung sicher folgen.

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Kein Geld für einen Insel. Und die Breite mus für die Landwirtschaft erhalten bleiben. Die Politik lehnt die Maßnahme daher ab.

Quelle: rnk

Auetal. Es sind drei Argumente, die gegen die Insel sprechen: Außer der – aus Sicht der Politik und Verwaltung – Menge Geld ist es, zweitens, der mangelnde Verkehr. Unter 500 Autos am Tag – das ist eine „Größe“, bei der es keinen Cent Zuschuss geben wird. Die Gemeinde müsste also den Betrag gänzlich aus der eigenen Tasche zahlen und damit in den Haushalt 2016 aufnehmen, weil der Straßenbaulastträger offiziell keinerlei Notwendigkeit für diese Maßnahme sieht. Und auch die Polizei sieht keine große Notwendigkeit, denn sogenannte Unfallhäufigkeiten gibt es dort nicht zu verzeichnen.

 Natürlich könne er die Anwohner und ihren Wunsch nach einer Geschwindigkeitsbremse verstehen, erklärt Manfred Spenner für die SPD und Grüne. „Aber das ist eine extrem hohe Summe, das können wir uns normalerweise nicht leisten.“ Man könne vielleicht mit „viel weniger Geld“ etwas tun, damit die Bürger dort ein bisschen beruhigt würden, meinte der Kathrinhäger. So aber stimme das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht: „Wir sind dagegen.“

 Die Insel sollte den ortseinfahrenden Verkehr ausbremsen. Dafür hätte man „erheblich“ in die westliche Böschung einschließlich des Ackergrundstückes eingreifen müssen, hatte die Verwaltung in der Vorlage argumentiert. Zudem hätten auf der Ostseite Bäume gefällt werden müssen, was weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach sich gezogen hätte.

 Ortsvorsteher Erwin Hrudzik sah es später so: Man müsse ja nicht so einen Riesenaufwand betreiben, ein paar Blumenkübel würden schon reichen, „die wir sauber halten“. Die Straße gehöre zu einer beliebten Motorradstrecke, „die heizen jetzt schon“.

 Blumenkübel aufstellen? „Das geht nicht“, erwiderte Bauamtsleiter Friedhelm Liwack. Es handele sich um eine Kreisstraße, und Kübel würden Motorradfahrer auch nicht weiter stören; die würden sie eher als sportliche Herausforderung betrachten. Außerdem müsse die Straße eine gewisse Mindestbreite für die Landwirtschaft aufweisen.

 Jürgen Menke (WGA) sah das Problem so: Meistens seien es ja die Einheimischen, die zu schnell fahren würden: „Wo man sich nicht auskennt, da fährt man doch vorsichtig.“

 Ortsvorsteher Hrudzik konnte das in Teilen sogar bestätigen: Vor einiger Zeit habe er mal einen der Raser angesprochen. Man ahnt die Pointe: Er wohnte im Nachbarort.rnk

 Kein Geld für eine Insel – und die Breite muss für die Landwirtschaft erhalten bleiben. Die Politik lehnt die Maßnahme daher ab.

rnk

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