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WGA kritisiert Beschluss des Verwaltungsausschusses

Hauptversammlung WGA kritisiert Beschluss des Verwaltungsausschusses

Mit Blick auf die neuen Mehrheitsverhältnisse im Rolfshäger Rat hat Siegbert Held, Vorsitzender der WGA die Hauptversammlung in der „Lore 57“ eröffnet. „Die SPD hat die absolute Mehrheit verloren, allerdings im so wichtigen Verwaltungsausschuss durch die Bürgermeisterstimme noch die Mehrheit.“

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Siegbert Held

Quelle: la

Rolfshagen. Aufgrund der Unterdeckung des Haushalts und der Überschreitung der Schuldenbremse sei unverständlich, dass die SPD ständig Anträge stelle, die nicht realisiert werden könnten. Held nannte die Erweiterung des Familienzentrums Rolfshagen und den Neubau einer Kita in Rehren als Beispiele. „Derzeit ist alles gut in Rehren – und da muss die SPD jetzt auch keinen Antrag für einen Kita-Neubau stellen“, meinte Held.

Auch die Einstellung von Saisonkräften für die Grünpflege kritisierte Held. „Man lügt sich in die Tasche, wenn man Bauhof-Mitarbeiter den Anbau der Kita in Escher machen lässt, andere Arbeiten, die eigentlich von Bauhof ausgeführt werden, liegen bleiben und die Grünpflegearbeiten schließlich an Saisonkräfte abgibt, die selbstverständlich auch bezahlt werden müssen“, so Held.

Alexander Schmidt ließ seine ersten zehn Monate als Ratsherr Revue passieren. „Als Neuling in der kommunalpolitischen Landschaft gibt es sehr viel Neues, und man lernt schnell“, so Schmidt. Als Erfolgserlebnisse nannte er die Einrichtung des Waldkindergartens, für den er sich ganz zu Beginn auch innerhalb der Fraktion „sehr aus dem Fenster lehnen musste“, und den Antrag auf Tempo 30 am Familienzentrum, der in Kürze umgesetzt werden soll.

Bessere Einbindung der Fraktionen erwünscht

„Was mich teilweise irritiert ist der Umstand, wie schnell teilweise über große Summen im Verwaltungsausschuss entschieden wird. Da würde ich mir künftig mehr Vorlauf von Informationen und eine bessere Einbindung der Fraktionen wünschen“, so Schmidt. Er meinte damit die kürzlich im Verwaltungsausschuss beschlossene Anschaffung eines neuen Lastwagens für den Bauhof, der rund 140.000 Euro kosten wird. Der „alte“ Lkw mit Kran entspricht nicht mehr den Sicherheitsvorschriften, und eine Reparatur wäre laut Verwaltung nicht wesentlich günstiger (wir berichteten).

Martin Niemeier, ebenfalls neu im Rat, stellte fest, dass ihm die Arbeit in diesem Gremium und in den Ausschüssen Spaß macht. „Vor allem im Bauausschuss ergänzt sich meine berufliche Tätigkeit bei den Stadtwerken gut mit der Ausschussarbeit“, so Niemeier.

In Sachen Erweiterung des Gewerbegebietes hat die WGA klar Stellung bezogen. „Eine Erweiterung hinter der Turnhalle halten wir für nicht praktikabel. Man sollte in Richtung Escher erweitern, und zwar aus Kostengründen in zwei Schritten“, so Held.

Einstimmig wiedergewählt

Schließlich standen noch Neuwahlen des Vorstandes an, die ohne Überraschungen blieben. Siegbert Held wurde einstimmig wiedergewählt, Alexander Schmidt bleibt sein Stellvertreter, Rolf Schlick Kassenwart und Christoph Held Schriftführer. Jürgen Menke, Andreas Tegtmeier und Martin Niemeier gehören dem Beirat an.

Mit einer Flasche Wein dankte Held schließlich Jürgen Menke und Heinrich Wente für ihr langjähriges Engagement im Rat. „Das ist aber eine Anerkennung und kein Abschiedsgeschenk“, munterte er die beiden WGA-Politiker zum Weitermachen auf. Menke war nicht mehr in den Rat gewählt worden und Wente aus Altersgründen nicht mehr bei der Kommunalwahl angetreten.

Schließlich hatten noch einige Mitglieder Anregungen aus den Ortsteilen. Dabei wurde kritisiert, dass die Bauabteilung der Verwaltung bei der Beseitigung von Problemen – angesprochen wurde eine abgesackte Betonplatte in Kathrinhagen – zu langsam reagiert. „Das dauert inzwischen alles viel zu lange. Auf Anfragen oder Anregungen bekommt man oft keine Rückmeldung vom Bauamt. Das muss sich wieder ändern“, stellte Held fest. la

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