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Wärme aus Biogas für Kindergarten und Feuerwehrhaus

Hattendorf / Blockheizkraftwerk Wärme aus Biogas für Kindergarten und Feuerwehrhaus

Die Biogasanlage in der Straße „Die Lust“ läuft störungsfrei und zur vollen Zufriedenheit von Betreiber Karl-Ludwig Oldendorf. Nun soll auch die Abwärme genutzt werden.

Auetal-Hattendorf (la). Dazu hat Oldendorf geplant, ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 250 Kilowatt hinter dem Feuerwehrgerätehaus in Hattendorf zu bauen. Das benötigte Biogas soll durch seine Biogasanlage über eine Gasleitung zur Verfügung gestellt werden. Die Gasleitung soll im Zuge der geplanten Maßnahme verlegt werden. Natürlich auf Kosten des Investors Oldendorf. Das Gas wird durch den Verbrennungsmotor zu elektrischer und thermischer Energie umgewandelt. Am Standort des neu zu errichtenden Blockheizkraftwerks soll die regenerativ erzeugte Wärme für die Beheizung des Kindergartens, des Museums mit Mehrzweckraum und des Feuerwehrgerätehauses genutzt werden.
„Auch eine Nutzung durch umliegende Wohnhäuser ist denkbar“, erläuterte Bürgermeister Thomas Priemer am Donnerstag den Mitgliedern des Umwelt- und Bauausschusses. Dieser musste zunächst darüber abstimmen, ob das Projekt überhaupt realisiert werden kann, da die Gemeinde dazu die Grundstücksfläche des geplanten Blockheizkraftwerkes an Oldendorf vermieten muss.
Die Aufstellung des in Serie hergestellten Blockheizkraftwerkes erfolgt in einer Betonschallhaube, welche eigens für den Betrieb der Anlage ausgestattet ist. „Das ist eine sogenannte ,Super Silent‘-Anlage, wie wir sie uns bereits vor einigen Monaten in der Heide angeschaut haben“, erläuterte Priemer. Zusätzliche Lärmminderungsmaßnahmen seien nicht erforderlich, um die Grenzwerte für Schallemissionen gemäß den Vorgaben der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) einhalten zu können.
„Das nächste Wohnhaus im Mischgebiet ist etwa 40 Meter entfernt und der mittlere Immissionspegel der Anlage beträgt in einem Abstand von zehn Metern lediglich 45 dB(A). Das stört wirklich niemanden“, so der Bürgermeister. Der Standort des Blockheizkraftwerks sei mit Ortsvorsteher Helmut Meier, Ortsbrandmeister Thomas Peter und dessen Stellvertreter Andreas Watermann abgestimmt worden.
„Mit dem Abschluss des Pachtvertrags erhält die Gemeinde die Möglichkeit, kostengünstig Wärme für die Versorgung der gemeindeeigenen Gebäude zu beziehen“, stellte Priemer heraus. Es sei mit einer Kosteneinsparung gegenüber der bisherigen Versorgung mit Heizöl oder Gas zu rechnen. Die Verhandlungen dazu würden dann rechtzeitig geführt und dem Verwaltungsausschuss bekannt gegeben. Außerdem würde die Möglichkeit geschaffen, auch Haushalte an die preisgünstigere Energiequelle anzuschließen.
„Das kann man nur begrüßen“, sagte Rolf Wittmann (Grüne) und auch sonst gab es gegen die Planung, beziehungsweise zunächst gegen die Vermietung der Grundstücksfläche, keine Einwände.
„Wir planen dieses Blockheizkraftwerk, und dazu benötigen wir die Einwilligung der Verwaltung und eben die Möglichkeit, die Fläche zu mieten. Allerdings sind die Kosten für das Projekt sehr hoch und wir müssen schauen, ob und in welchem Umfang es sich realisieren lässt“, sagte Oldendorf. Mit der Zustimmung des Umwelt- und Bauausschusses zur Vermietung der Grundstücksfläche ist jedenfalls der allererste Schritt getan.

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