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Auetal Was nun?
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00:23 21.11.2015
Immerhin: Der untere Bereich der Kichstraße ist umgestaltet worden, er passt deutlich besser zu einem Dorf wie der frühere große Einmümdungsbereich. Ein Kunstwerk wird noch aufgestellt. Quelle: rnk
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Rolfshagen (rnk)

Das Ergebnis ist niederschmetternd: Die Inspektion der Regenwasserkanalisation hat zwischenzeitlich ergeben, dass der Zustand der Kanäle auf gesamter Länge mangelhaft ist. Damit nicht genug: Bodenuntersuchungen des Straßenkörpers haben zudem eine mangelnde Oberbaustärke ergeben.

 Im Ergebnis muss nach Einschätzung der Verwaltung aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse die ursprüngliche Ausbauplanung komplett infrage gestellt werden. Diese Planungsvariante mit einem Kostenvolumen von rund 99000 Euro stößt in Kenntnis der erheblichen Mängel an Straße und Regenwasser-Kanal aus technischer Sicht nicht nur auf erhebliche Bedenken, er ist „schlicht unwirtschaftlich“, heißt es im Rathaus.

 Also hat sich die Verwaltung in den vergangenen Wochen vom beauftragten Ingenieurbüro Alternativen ausrechnen lassen, die jetzt der Politik vorgestellt werden: Sie reichen bis zu einem Vollausbau mit kompletter Erneuerung des Regenwasserkanals und einem Kostenvolumen von 292000 Euro.

 Die unterschiedlichen Planungsalternativen – bis hin zu einem Verzicht auf den Ausbau des Straßenzuges Kirchstraße und einer Reduzierung der Maßnahme auf den Ausbau des Kreuzungsbereichs Kirchstraße/ Hülsenbrink – werden in der heutigen Sitzung des Fachausschusses ab 17 Uhr in der Alten Molkerei in Rehren vom Ingenieurbüro und der Verwaltung in der Sitzung detailliert vorgestellt.

 Ortsvorsteher Rüdiger Teich verweist darauf, dass der Dorferneuerungsplan für Rolfshagen in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund neuer Erkenntnisse – finanzielle Möglichkeiten, technologische Weiterentwicklungen, veränderte Bedürfnisse – angepasst wurde: „Insbesondere wurden im Hinblick auf die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Auetal vorgesehene Maßnahmen der ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2009 bereits stark eingedampft.“ Der Arbeitskreis Dorferneuerung habe diesen Erkenntnissen immer Rechnung getragen und „maßvoll unter realistischer Einschätzung“ die jeweiligen Teilprojekte in der Ortschaft geplant.

 Betrachte man das Ergebnis der Untersuchung des Regenwasserkanals an der Kirchstraße, so Teich, dann gebe es zur kompletten Erneuerung keine wirkliche Alternative, zumal aus seiner Sicht dem Hochwasserschutz in Rolfshagen weiterhin sehr hohe Priorität eingeräumt werden müsse: Diese Notwendigkeit hätten die vielen Überschwemmungen, insbesondere an den neuralgischen Punkten oder topografischen Tiefpunkten im Ort, mehrmals verdeutlicht. „Insofern“, meint Teich, „kann der Handlungsauftrag aus meiner Sicht nur lauten: Vollausbau mit kompletter Erneuerung des Regenwasserkanals; diskutieren kann man lediglich über den Weg zu diesem Ergebnis.“

 Ausschließlich kosmetische Operationen über einem maroden Regenwasserkanal hält Siegbert Held, WGA-Ratsherr und Vorsitzender des Fördervereins Rolfshagen Aktiv, für fatal: „Dann müssten wir in einigen Jahren an den Kanal, durch die neue Deko.“ Aber: Sollte man den Regenwasserkanal wegen der Dorferneuerung mit 67 Prozent bezuschusst bekommen, „könnten wir nie wieder so viel Geld für diesen Kanal erhalten“. Daher schlägt Held diesen Weg vor: Erst einmal müsse der Zuschuss für die gesamte Maßnahme, also für 290000 Euro, beantragt werden. Werde dem in Hannover zugestimmt, müsse man im Auetal überlegen, ob man den Eigenanteil aufbringen könne, ohne gegen die selbst auferlegte Schuldenbremse zu arbeiten: „Ich denke aber, dass das machbar wäre.“

 Die Alternative zur „großen Lösung“ sei nur, die Dorferneuerungsmaßnahme auf den Kreuzungsbereich vor der Kirche (also Kirchstraße/Hülsenbrink) zu begrenzen. Damit wäre der Bereich des Kanales außen vor, „und wir müssten diesen Bereich – dann ohne Dorferneuerungsmittel – in Angriff nehmen, wenn der Regenwasserkanal Probleme macht.“

 Der untere Bereich der Kirchstraße ist dagegen fertig, die Umgestaltung beendet. Dort wird es übrigens demnächst ein „Kunstwerk“ geben. Die örtlichen Vereine haben sich auf einen Vorschlag geeinigt.

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