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Was sie anpacken, das machen sie richtig

Hattendorf Was sie anpacken, das machen sie richtig

Wie Karl Hafenrichter mit seinen Mannen am Tretbecken arbeitet, war wohl niemals besser zu beobachten als beim Jubiläum der Feuerwehr: Alle Kinderwehren, die mitfeiern, müssen am Tretbecken Wasser mit einem Helm auffangen, um Kegel kurven und den Helm ausleeren, dann wird die Menge gemessen.

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 Karl Hafenrichter, Fritz Meier, Kurt Falke, Helmut Meier, Siegfried Rohrsen, Friedrich Gärling und Lothar Heiden (v.l.) wollen sich gemeinsam um Tretbecken und Schützenhausvorplatz kümmern. 

Quelle: rnk

Von Frank Westermann

Hattendorf. Und Hafenrichter und sein Helfer schaufeln und schachten aus und heben an und messen und haben kaum ein Auge für den Nachwuchs – sie haben zu tun.

 Und wenn es nicht eine so dumme Floskel wäre, die sich von selbst verbietet, dann würde hier stehen: Und was sie anpacken, das machen sie auch richtig.

 Sehr schön zu sehen ist das beim Barfußpfad für die Füße. „Alles, was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt“, hat Sebastian Kneipp einmal bemerkt, und richtig, das gilt auch für die Füße. Denn sie müssen uns im Laufe unseres Lebens über eine Strecke tragen, die mehrmals um die Erde reicht. Deshalb sollte man sie fit und beweglich halten, bevor sie sich mit oftmals schmerzhaften Einschränkungen der Bewegungsmöglichkeiten rächen. Der Hattendorfer Barfußpfad bietet das naturnahe und kostenlose Vergnügen, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Mit nackten Füßen darüber zu laufen, kräftigt auf unterschiedliche Weise die Muskeln, Sehnen und Bänder, hält die Gelenke beweglich und regt insbesondere die Fußreflexzonen an.

 Vier große Rechtecke können betreten werden, es sind Kieselsteine, Kies, Mulch und Sand, wobei die das alles umgebenden Waschbetonsteine noch als weiteres, als fünftes Element hinzugezogen werden können. Man sollte, so empfiehlt es Hafenrichter, einmal die vier Rechtecke abgehen, den Untergrund genießen – und dann noch einmal von vorn beginnen, diesmal aber mit geschlossenen Augen laufen.

 Diese Rechtecke sind mit Holz eingefasst, und damit das Wasser nicht das nasse Holz aufweicht und zerstört, wurde ein Fundament für die Rechtecke gelegt – jetzt fließt das überschüssige Wasser einfach nach unten und von dort in den Bach; Staunässe gibt es nicht, weil die Hattendorfer Macher vorher gut überlegt haben, was sie dort machen, und wie sie es machen wollen.

 Und besonders das erste Rechteck ist einen zweiten Blick wert: Kurt Falke hat es geschaffen und dort mit Steinen eine Süntelbuche gelegt, deren Wurzeln von der Weser umspült werden. Sehr schön, das Ganze.

 Die Älteren werden sich gewiss erinnern: Der Bereich vor dem Hattendorfer Schützenhaus hat schon bessere Tage gesehen, hier wurde neben dem Tretbecken einst auch ein Außengrill mit Sitzplätzen installiert, aber alles ist in den letzten Jahren ein bisschen verkommen, und auch das traditionelle Aufstellen des Maibaums am Himmelfahrtstag ist längst aus dem jährlichen Terminkalender gestrichen worden. An den alten Trimmpfad der siebziger Jahre weiter unten erinnern nur noch zwei morsche Reckstangen.

 Aber vielleicht ändert sich das wieder, denn der Grill wurde richtig restauriert, und Fritz Meier hat dafür Sorge getragen, dass es wieder eine neue Bank und Sitzgelegenheiten vor dem Schützenhaus gibt. Die Tage war auch der Bürgermeister kurz zu Besuch, erzählt Hafenrichter, und hat sie gefragt, ob sie hier unten am Schützenhaus nicht mal wieder eine Veranstaltung auf die Beine stellen wollen.

 Nach der Sanierung des Tretbeckens (wir berichteten), der Sanierung von Grill und Sitzgelegenheiten und dem Anlegen des neuen Fußpfades fehlt nur noch ein Gehweg zum Kammweg, dann wäre der gesamte Platz ideal angebunden an das Wandernetz. In den nächsten Wochen soll dieser Gehweg freigeschnitten werden, zurzeit hat der Bauhof noch zu viel an anderen Orten zu tun.

 Ortsvorsteher Friedrich Gärling, Hafenrichter und weitere fünf Mann wollen sich jetzt regelmäßig um den Schützenhaus-Bereich mit Tretbecken kümmern.

 Auch das Original-Schild aus den siebziger Jahren hängt jetzt wieder über dem Eingang zum Tretbecken. Gefunden haben es die Männer im Bauhof.

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