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Weitere Arztpraxis schließt

Nachfolger gesucht Weitere Arztpraxis schließt

Lange hat die Gerüchteküche gebrodelt, nun ist es offiziell: Die Praxis in der Alten Molkerei in Rehren sucht einen neuen Arzt.

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Noch hat die Praxis geöffnet, doch bald wird wohl auch das Türschild weichen: Am 1. April ist Schluss.

Quelle: nis

Rehren. Doreen Schwarzlaff von der Gemeinde Auetal bestätigt: „Uns hat das auch überrascht, aber wir suchen nach Nachfolgern." Die Praxis, die sich im Besitz der Gemeinde befindet, ist bereits bei der Kassenärztlichen Vereinigung ausgeschrieben worden. Innerhalb von nicht einmal einem halben Jahr verliert die Gemeinde mit dem Wegzug von Dr. Jörg Seeanner und Sabine Koch die zweite von drei Allgemeinmedizin-Praxen.

Mit der Schließung der Praxis von Volker Mühlenhoff zum Ende vergangenen Jahres hatte die Entwicklung angefangen, jetzt verliert auch Rehren gleich zwei Ärzte. Seeanner hat schon im Januar seine Arbeit in Rehren beendet, auch wenn er dem Vernehmen nach noch Hausbesuche machte. Mit 1. April wird nun auch die Praxis von Koch leerstehen. Diese war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bürgermeister-Stellvertreterin Schwarzlaff betonte: „Wir sind wirklich zu vielem bereit, um einen Arzt zu finden.“ Möglich seien etwa Mietnachlässe oder temporäre Mietfreiheit. Außer via offizieller Ausschreibung spreche man auch auf dem kleinen Dienstweg Ärzte an: bisher aber ohne großen Erfolg. „Im ländlichen Raum ist es schwierig.“

Auch Apotheker Cornelius Padberg von der Rehrener Apotheke beschäftigt die Praxen-Schließung. „Die Arztsituation verschlechtert sich dramatisch, aber wir haben die Hoffnung, dass uns die Kunden erhalten bleiben.“ Doch auch wenn man von der eigenen Arbeit überzeugt sei, „wir steuern unser Unternehmen natürlich nicht in den Abgrund“.

Daher bleibe die Hoffnung, dass die Auetaler nicht – wie bei Aldi – erst nach der Schließung den Wert einer eigenen Apotheke vor Ort erkennen. Denn am Standort Rehren hängen mit gut 25 Mitarbeitern auch einige Existenzen. „Gerade ich werde natürlich darum kämpfen, dass der Standort erhalten bleibt“, sagt Padberg und fügt lachend hinzu: „Noch habe ich nicht genug gespart, um mich in die Bahamas abzusetzen.“

Mit vielversprechenden Nachrichten kann Dr. Elke Schulte-Watermann aufwarten. Auch sie habe schon im Kollegenkreis vorgefühlt: „Es gibt Interesse“, sagt die Ärztin. Die Hoffnung für die Arztpraxis in der Alten Molkerei lebt also weiter. Doch die ärztliche Situation in Rehren und damit dem Auetal bleibt schwierig. jak

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