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Auetal Wie in einer Ehe
Schaumburg Auetal Wie in einer Ehe
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00:16 17.10.2016
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann (rechts) informiert die Auetaler CDU-Mitglieder bei seinem Besuch über wichtige Themen der Bundespolitik. Quelle: la
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ROLFSHAGEN

„Das mit der Zusammenarbeit zwischen CDU und SPD als Gruppe wäre zwar eine klare Mehrheit im Rat geworden, nur leider steht sich die SPD wie immer selbst im Weg“, sagte Niedert. Damit spielte er darauf an, dass die SPD in Borstel einen neuen Ortsvorsteher eingesetzt hat, ohne mit dem altgedienten Hans-Werner Gerber gesprochen zu haben (wir berichteten).

 Man müsse seinem Partner vertrauen können, selbst in einer Ehe auf Zeit. „Das kann die CDU aber mit einem solchen Partner nicht. Ich hatte den Eindruck, dass innerhalb der SPD sehr große Uneinigkeit besteht“ so Niedert. „Eine reine Spekulation wäre es, wenn ich behaupten würde, dass das noch von der Bürgermeisterwahl herrühre.“

 Nun müsse man sich die Mehrheiten im Rat suchen. „Für uns ist das schon immer so gewesen“, stellte Niedert fest. Mit der WGA sei man in jüngster Zeit sehr gut ausgekommen, und mit den beiden Grünen werde man sich sicher auch in vielen Fragen einigen können. „Im Auetal ist man sich in der Regel sowieso schnell einig, wenn es ums Auetal geht“, sagte Niedert.

 Er informierte die anwesenden Mitglieder über anstehende Veränderungen. Niedert übernimmt den Fraktionsvorsitz von Christian Wenthe, und die CDU werde Rüdiger Teich (SPD) bei der Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters unterstützen, gleichzeitig aber auch den zweiten Stellvertreter mit Friedrich Gärling fordern. „Ich finde, als zweitstärkster Fraktion steht uns dieser Posten auch zu“, meinte Niedert. Heiner Thies (SPD) werde als Ratsvorsitzender unterstützt, und Christian Wenthe (CDU) solle dessen Vertreter werden. „Der Rest ist offen und wird mehrheitlich abgestimmt. Die Plätze in den Ausschüssen werden von den Parteien je nach Sitz besetzt“, so Niedert. Der eine – quasi nicht fest vergebene – Ausschusssitz werde per Los entschieden. „WGA oder CDU im Bau oder Jugend- und Sozialausschuss?“, so laute die Frage.

 Der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann war nach Rolfshagen gekommen, „um mit der Basis ins Gespräch zu kommen“. Er lobte die Erfolge der Auetaler CDU und unterstützte sie in der Entscheidung, eigenständig zu bleiben. „Es ist für alle hilfreicher und besser, keine Gruppe zu bilden“, so Beermann.

 Dann informierte er über wichtige bundespolitische Themen wie die Flüchtlingskrise sowie die Außen- und Energiepolitik. Er habe sich in den vergangenen drei Jahren in seinem Aufgabengebiet etabliert, ein Netzwerk geknüpft und sei im Bundestag angekommen. „Wenn ich 2017 wiedergewählt werde, dann werde ich die Wahl auch annehmen“, versprach Beermann mit einem Augenzwinkern in Richtung Auetaler WGA. la

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