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„Wir tasten uns an die Lösung heran“

Probleme am Bullerborn „Wir tasten uns an die Lösung heran“

Es ist wie verhext. Alle Maßnahmen haben gegriffen, und trotzdem war der Bullerborn wieder stärker. Doch Bauamtsleiter Friedhelm Liwack lässt sich davon nicht entmutigen.

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 Ein Ausschnitt des beim Bauausschuss vorgelegten Plans der Rannenberger Straße. Die Staumauer befindet sich in der Mitte, die nun geplanten Schächte rechts davon.

Quelle: jak

Rannenberg. Er wird auch im nächsten Jahr wieder in den Ring steigen und den Kampf gegen die ungestüme Naturgewalt aufnehmen. Denn das Grundproblem an der Rannenberger Straße in Rannenberg bleibt bestehen: Der Bullerborn, ein nicht nur im Auetal auftretendes Naturphänomen, tritt nur sporadisch auf und lässt sich daher, im Gegensatz zu einer Quelle, nicht so einfach messen und sachlich einschätzen.

 Bei aller Sachkenntnis, die Liwack und der Bauhof der Gemeinde Auetal auf dem Gebiet gesammelt haben, bleibt es letztlich bei der Methode „Versuch-und-Irrtum“. Der letzte Versuch hat sich zwar als effektiv, aber als nicht effektiv genug herausgestellt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, in denen der Bullerborn die Straße auf langer Strecke unterspült und beschädigt hat, beschränkt sich der Schaden nun auf ein kurzes Teilstück. Unterhalb der Staumauer, die bei der jüngsten Baumaßnahme bis zum Felsen hinab gezogen wurde, blieb die Straße unbeschädigt. Problematisch bleibt der obere Teil der Rannenberger Straße, erklärt Liwack dem Bauausschuss.

 Eigentlich sollte das gestaute Wasser über unterschiedliche Wege in die Regenwasserrohre abgeleitet werden. Doch dürfte der Druck des Bullerborns so groß gewesen sein, dass er auf direktem Wege nach oben schoss und dabei die Fahrbahndecke um mehrere Zentimeter anhob. „Alles lief richtig, aber es war einfach zu viel Wasser“, so Liwack.

 Jetzt hat der Bauhof also bereits eine neue Idee: Zwei nach oben offene Schächte Richtung Regenwasserkanal sollen den Druck von der Straße nehmen, und eine Drainage unterhalb der Asphaltdecke soll das Wasser abführen. Die Baumaßnahme soll für 2016 ausgeschrieben werden. Dabei müssen etwa 20 Meter der Straße geöffnet werden.

 Seit dem letzten Pressebericht hat sich die Situation an der Rannenberger Straße beruhigt. Die Fahrbahndecke hat sich wieder gesenkt und bleibt befahrbar. Nachdem der Straßenverkehr zunächst auf zehn Stundenkilometer beschränkt worden war, sollen künftig auch wieder 30 möglich sein.

 Eine Frage gab es nach den Erklärungen des Bauamtsleiters im Bauausschuss doch noch: „Wie war das früher mit dem Bullerborn?“ Nun, früher war die Straße an sich nicht so dicht, wie sie heute ist. Schon damals soll das Wasser regelmäßig über die Rannenberger Straße geflossen sein, aber aufgrund des Zustandes der Straße sei es eben weitgehend ohne Widerstand abgeflossen. Hinzu kamen noch einige bauliche Veränderungen im Umfeld der Rannenberger Straße, die zu der jetzigen Situation führten.

 Wollte man auf Nummer sicher gehen, erklärte Liwack nicht ganz ernst gemeint, könne man die Straße an der Stelle des Bullerborns einfach offen lassen und eine Brücke bauen. jak

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