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„Wir wollen die Mehrheit behalten“

Übergabe „Wir wollen die Mehrheit behalten“

Am 1. Januar wird Stefan Weber den Vorsitz der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Auetal abgeben – und Rüdiger Teich wird ihn übernehmen.

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 Rüdiger Teich (links) übernimmt von Stefan Weber das Amt ds SPD-Fraktionsvorsitzenden, und damit ist auch klar, dass der Rolfshäger bei der nächsten Kommunalwahl wieder antritt.

Quelle: rnk

Auetal (rnk). Nach dem Debakel rund um die Suche nach einem Nachfolge-Kandidaten für den nach Rinteln wechselnden Bürgermeister Thomas Priemer war es in der SPD zu heftigen Verwerfungen gekommen. Unter anderem hatte Teich, der bei der Suche seinen Hut in den Ring geworfen hatte, nach der Wahl Ämter abgegeben und eine mögliche Kandidatur für den nächsten Gemeinderat von den dann „handelnden Personen“ abhängig gemacht.

 Zumindest der Auetaler Ortsverein der SPD präsentiert sich heute völlig neu: Bis auf den Kassierer hatten alle Genossen im alten Vorstand ihre Ämter niedergelegt. Dass Teich den Fraktionsvorsitz übernimmt, bedeutet also auch, dass er im September 2016 zur Kommunalwahl wieder antritt. Anders würde der Wechsel schlicht keinen Sinn ergeben.

 Weber führt die Fraktion seit anderthalb Jahren. Seine Hauptaufgabe habe er darin gesehen, wieder Ruhe reinzubringen: „Und das ist gelungen, wir haben wieder eine Arbeitsgrundlage geschaffen“, so Weber. Zudem kristallisiere sich langsam heraus, wer weitermachen werde und wer nicht. Er selbst, so Weber, werde nicht wieder kandidieren.

 Zumindest in der SPD dürfte es als gute Nachricht empfunden werden, dass Rolfshagens Ortsvorsteher weiterhin an Bord bleibt: Niemand holte bei der vorigen Kommunalwahl mehr Stimmen als Teich. Aber auch mit Teich wird es für die SPD schwer genug. In Kathrinhagen wird außer Weber auch Manfred Spenner nicht wieder antreten, und in Antendorf sei ebenfalls etwas „weggebrochen“, weil Wolfgang Ulbrich seinen Sitz im Rat und sein Amt als Ortsvorsteher niedergelegt habe.

 „In keinem Ort wird es einfach werden“, sind sich Weber und Teich einig. Man muss sich, um beim Beispiel Kathrinhagen zu bleiben, Kandidaten suchen: Fest verwurzelt in ihren Orten sollen sie sein, Menschen wie Heiner Thies in Wiersen und Jürgen Tegtmeier in Escher. Aus der Sicht der SPD sei Kathrinhagen ohne die Kandidatur von Weber und Spenner „eine Grube, die einem großen Erdloch gleicht“, sagt Teich: „Es ist nicht wenig, was dort weggebrochen ist, und das muss man erst einmal kompensieren.“

 Das Ziel der nächsten Legislaturperiode sei klar definiert, meint Teich: „Es reicht nicht aus, die Gemeinde nur zu verwalten. Sie muss mit Handlungskompetenz vorangetrieben werden, und wir müssen neue Projekte angehen.“ Natürlich werde das ein schwieriger Spagat: Die selbst auferlegte Schuldenbremse auf der einen Seite, die Weiterentwicklung der Gemeinde auf der anderen – „und dafür brauchen wir in allen Orten SPD-Ratsherren, die das in ihren Orten vorantreiben und leben“. Ohne Weber und Spenner werde im nächsten Rat „mit Sicherheit Sachverstand fehlen“, sagt Teich.

 Kathrinhagen, Rolfshagen, Bernsen und Borstel: Das sind die Hochburgen der SPD, „diese Orte muss man gewinnen“, formuliert es der Rolfshäger. Dafür werden Menschen benötigt, die um eine Tatsache wissen: Es fehlt schlicht an Geld.

 Kandidaten werden vom Vorstand gesucht, von den Genossen um Axel Arndt, doch natürlich würden auch die Mandatsträger gefragt: „Kennt ihr in eurem Ort jemanden, der sich vielleicht aufstellen lässt? Und natürlich werde genau hingeschaut, bevor Namen genannt und damit potenzielle Ratsherren empfohlen werden. „Man muss ja schließlich mit ihnen zusammenarbeiten“, sagt Teich, der ebenso wie Weber für die Wahl ein klares Ziel ausgibt: „Wir wollen die Mehrheit behalten.“

 Daher habe man sich schnell entschlossen, Teich den Fraktionsvorsitz zu übergeben – zumal das Anforderungsprofil auch nicht zu jedem passen würde: „Es soll jemand sein“, sagt Weber, „der vorneweg marschiert, der Tempo in die Sache bringt und die anderen mitreißt.“ Und es sollte jemand sein, der nicht nur sein spezielles Sachgebiet kennt, sondern das Große und Ganze im Auge behalte, der Zusammenhänge und die Ratsarbeit „verstehe“, erklärt Weber. Davon gebe es nicht viele, und Teich habe sich für diesen Posten schlicht angeboten: Niemand bereite sich besser vor als der Rolfshäger.

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