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Wohin kommt die Strom-Autobahn?

Auetal Wohin kommt die Strom-Autobahn?

Es ist unabwendbar. Irgendwo wird die neue Strom-Autobahn Südlink entlanglaufen, betont der Vorsitzende des Bauausschusses, Rolf Wittmann.

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Richtig fotografiert kann ein Strommast ein schöner Anblick sein. Trotzdem regt sich Protest gegen eine potenzielle Stromtrasse durch das Auetal.

Quelle: Flickr/ Frank E.

Auetal. Doch wo, das ist eine Frage, in der die Gemeinde jetzt auch ein Wörtchen mitreden könnte. Denn nachdem die Stromtrasse nach dem ersten Vorschlag der Netzbetreiber Tennet und TransnetBW noch westlich von Hannover verlaufen sollte, würde eine derzeit diskutierte Alternativstrecke durch das Auetal führen.

 Wer sich durch den umfangreichen Antrag nach Paragraf 6 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) wühlt, findet unter „ALT_081“ und „ALT_084“ schließlich die das Auetal betreffenden alternativen Teilabschnitte der Stromtrasse. Beide Varianten würden den gleichen Weg durch das Auetal nehmen und hätten die gleichen Auswirkungen, doch „ALT_084“ wird in der Eignungsprüfung eine „sehr geringe Eignung“ ausgestellt.

 „ALT_081“ würde bei Verden (Aller) von der ursprünglich geplanten Strecke abweichen, über Rehburg-Loccum, Bad Nenndorf, Rodenberg und von dort an Wiersen, Antendorf und Raden vorbei weiter nach Bad Münder und Hameln führen.

 Zwar wird auch dieser Alternative von den Planern nur eine geringe Eignung attestiert. Allerdings ist die ursprüngliche, westlich von Hannover verlaufende Trasse mit einer „sehr geringen Eignung“ bewertet worden. Die Planer bilanzieren daher: „Der Alternativenvorschlag ist auf der vorliegenden Vergleichsdatenbasis in seiner Eignung um eine Wertstufe höher als der im Trassenkorridorvorschlag enthaltene Abschnitt und wird daher als ernsthaft in Betracht kommende Alternative weiter verfolgt.“

 Der überwiegende Teil der Stromtrasse „ALT_081“ wird überirdisch verlaufen, was im Bauausschuss kritisiert wurde. Man wolle sich, sollte die Stromtrasse den Verlauf nehmen, auf jeden Fall für Erdverkabelung statt Hochspannung einsetzen. Die Netzbetreiber hingegen wollen aufgrund der Kostenfrage nur dort, wo es unabdingbar ist, eine Erdverkabelung nutzen. So soll laut des Antrags in dieser Alternativversion eine Erdverkabelung westlich von Bad Nenndorf sowie zwischen der A27 und Ahnebergen erfolgen.

 Da mehrere Regionen durch die Pläne des Netzausbaus betroffen sind, regte der Ausschuss an, Bürgermeister Heinz Kraschewski möge sich mit anderen Bürgermeistern zusammenschließen und den Protest vortragen.

 Derzeit läuft die Beteiligungsphase des Antrages, und dabei ist die Beteiligung von Bürgern und Mandatsträgern explizit erwünscht. Dafür wurde unter anderem eine Projekt-Hotline unter der Telefonnummer (0921) 507405000 eingerichtet. Weitere Möglichkeiten, sich zu beteiligen, gibt es auf der Internetseite www.suedlink.tennet.eu. gok

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