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„Wu libet wäi eijentlich?“

Rolfshagen / Aufführung „Wu libet wäi eijentlich?“

Brigitte Wehrhahn hat ihrem Publikum gleich zu Beginn ihres Programms versprochen: „Wenn Sie mich nicht verstehen, ich werde es Ihnen simultan übersetzen.“

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„Wat ärjert meck?“. Das erklärt Brigite Wehrhahn ihrem Publikum ganz genau. Immerhin: Die gelernte Kosmetikerin plaudert zweieinhalb Stunden über „düt un dat up Platt.“

Quelle: jhü

Rolfshagen. Doch es machte nicht den Anschein, dass die etwa 70 Zuschauer im Gasthaus „Zum Kühlen Grund“ ihrer Vorstellung auf Plattdeutsch nicht folgen konnten. Es wurde viel gelacht: laut, herzlich, mit Tränen in den Augen. Wehrhahn zündete eine Lachrakete nach der anderen, die Bad Münderanerin bot ihren Gästen einen Sonntagabend der besonderen Art.

 Brigitte Wehrhahn gilt mittlerweile als die bekannteste Unterhalterin Norddeutschlands, wenn es um plattdeutsche Kleinkunst geht. Sie schreibt alle ihre Texte selbst. Es waren die Politiker und die Promis, die sie mit Vorliebe aufs Korn nahm. Ob es die Ex-Familienministerin Kristina Schröder war, die „so viel Temperament hat wie eine Schlaftablette“, oder ob es um Boris Becker, Sylvie van der Vaart und Monica Lierhaus ging, die als Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ mit ihrem Jahresgehalt von 450000 Euro mehr verdient als „unsere Königin aus der Uckermark“, Kanzlerin Angela Merkel.

 „Wu libet wäi eijentlich?“, fragte sie sich. Sie erzählte aber auch von ihrer Oma Minna, aus dem alltäglichen Leben und von den neuesten Trends. Eben von dort, wo es genug zum Aufregen gibt.

 „Wat ärjert meck?“ Das konnte sie sagen: Steuerverschwendungen, der „Coffee to go“, der Hund von nebenan. Sie philosophierte mit viel Geist über das Leben und über den Tod, aber sie machte auch Witze: einfach und platt im doppelten Sinne. Sie kommentierte die gesellschaftlichen Schieflagen und nahm dabei kein Blatt vor den Mund.

 Kein Wunder, dass ihr Terminkalender voll ist: Premiere von ihrem mittlerweile neunten Kleinkunstprogramm „Wat för ’ne Täit“ war Anfang September, Ende März 2014 wird sie voraussichtlich mehr als 30 Auftritte hinter sich haben.

 Am 9. März kommt sie noch einmal nach Rolfshagen in den „Kühlen Grund.“ jhü

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