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Zehn Parkplätze, fünf Bäume

Schönerer Ortskern Zehn Parkplätze, fünf Bäume

Der Zuwendungsbescheid liegt vor, die Ausschreibung ist raus, nächsten Monat tagt der Fachausschuss und vergibt den Auftrag – und zwei Wochen später, Anfang August, startet eine Umbaumaßnahme, die den Ort im Kern zum Schöneren verändern wird.

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An der linken Straßenseite werden Parkplätze geschaffen, außerdem werden Bäume die Straße optisch einengen.

Quelle: rk

Rolfshagen. In drei Monaten wird der untere Teil der Kirchstraße umgestaltet und zurückgebaut auf ein Maß, wie es einem Ort von der Größe Rolfshagen entspricht. Noch in diesem Jahr soll die Maßnahme abgeschlossen werden, Friedhelm Liwack, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Auetal, rechnet so: Die Bauzeit beträgt zweieinhalb Monate, und die Firma hat drei Monate Zeit, das sollte reichen. Es werde in zwei Abschnitten zurückgebaut.

Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung stand der obere Bereich der Kirchstraße bis zur Einmündung Hülsenbrink, für deren Umgestaltung Planer Matthias Reinold die Pläne vorstellte. In den Griff möchte Reinold das „ungeordnete Parken“ auf der linken Straßenseite bekommen: Rund zehn Parkplätze werden jetzt ausgewiesen, insgesamt fünf Bäume werden auf der zweiten Hälfte der Kirchstraße diese Plätze teilen. Dadurch wird sich die Straße optisch verengen. Die oberen Parkplätze werden wegen der Nähe zu Kirche und Friedhof behindertengerecht ausgelegt.

42000 Euro beträgt der Etat, „das ist beim Straßenbau keine große Summe“, meinte Liwack. Die Straße selbst wird nicht angetastet, der Gehweg auf der rechten Seite wird erneuert. Er erhält das gleiche Pflaster, dass auch im unteren Bereich der Kirchstraße verwendet wird: roter Klinker. Die Borde werden nur dort ausgetauscht, wo es nötig ist. Der Gehweg werde weder verbreitert noch verkleinert, „wir müssen mit dem klar kommen, was wir haben“, sagte Reinold.

Zwei Varianten stellte Reinold für den Bereich Hülsenbrink/Kirchstraße vor, und sie unterschieden sich nur in einem Punkt: Auf der rechten Seite will Reinold einen Bereich mit einem unterschiedlichen Pflaster gestalten; einen Bogen, der nicht höher liegt als die übrige Straße, damit der Lastwagen-Verkehr nicht beeinträchtigt wird, aber den Verkehr verlangsamen soll. „Buckelpisten macht man nicht mehr.“

Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt allein in der Größe dieses unterschiedlich gepflasterten Bereiches, die Sitzungsteilnehmer einigten sich ohne Debatte auf Variante zwei, die den größeren Bogen vorsieht. Jetzt, so Reinold, verführe der Bogen noch jeden Autofahrer, ungebremst weiterzufahren. Das werde bald Vergangenheit sein.

Eine Querrinne im Straßenbereich vor der Kirche soll Oberflächenwasser leiten. Viel wichtiger ist die Frage der Oberflächenentwässerung allerdings zu Beginn der Hülsenbrink-Straße, wo bei Regen das Wasser um die Ecke schießt, auf einer großen grauen Teerfläche Fahrt aufnimmt und dann die Kirchstraße hinunterfließt. Die Teerdecke wird ersatzlos gestrichen, es entsteht ein Grünbereich mit einem Baum, dessen Krone deutlich höher wachsen wird als einen Meter – so hoch sitzt der Autofahrer am Steuer, wenn er hier nach rechts in die Kirchstraße einbiegen will. Soll heißen: Er hat freie Sicht auf von unten kommenden Verkehr. Aber, so sah es Reinold, „dramatisch viel Verkehr ist da nicht“.

Der Baum könnte eine Mulde erhalten, damit sich das Wasser dort besser sammeln kann, auch eine Dränage mit Anschluss an den Kanal ist geplant. Die Parkplätze oberhalb der Hülsenbrink-Einmündung – auf dem geschotterten Bereich – werden nicht angetastet: „Wer dort parken möchte, kann dies ruhig auch in Zukunft tun.“

Gepflastert werden soll der Hülsenbrink-Bereich bis zur Kastanie vor der Kirche. Genau dort setzte Siegbert Held an: Wenn der Bereich zwischen den beiden Kastanien nicht neu gestaltet werde, dann komme man von einer neu gestalteten Fläche wieder rein in den Matsch. Bauamtsleiter Liwack hatte Verständnis, aber auch ein Gegenargument: „Sagen Sie mir, wo ich dafür 20000 Euro herbekomme.“

Aber: Wenn man die Kirchstraße neu gestalte, wie könne man dem Bürger erklären, dass dieser Bereich zwischen den Bäumen so bleibt, wie er ist, nach Regen nämlich ein Matschgebiet? Alle waren sich einig: Das sei nicht vermittelbar, und daher wird der Bereich jetzt in die Planung mit aufgenommen, weil haushaltstechnisch Gelder erst 2016 bereitgestellt werden müssen. rnk

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