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20-Jähriger filmt Wolf in Rusbend

Tier streift durch Ortsteile 20-Jähriger filmt Wolf in Rusbend

Ein Bückeburger hat am Montagmorgen höchstwahrscheinlich einen Wolf mit dem Handy gefilmt. Gesehen wurde das Tier in den Bückeburger Ortsteilen Meinsen und Rusbend: an der Meinser Straße auf den Feldern zwischen Meinsen und Cammer.

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In dem Video ist das Tier recht deutlich zu erkennen, laut Experten handelt es sich „mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Wolf“.

Quelle: Screenshot:Vauth

MEINSEN/RUSBEND. Auch im Bereich der Heveser Straße im Ortsteil Rusbend, in der Nähe der Einmündung der Straße „Am Hilgenhop“, wurde das Tier gesehen. Dort hat der 20-jährige Tim Vauth das Video gemacht. Vauth war mit einem Trecker auf den Feldern unterwegs, um sich um Mutterkühe zu kümmern. Auch am Kriegerweg wurde das Tier gesichtet.

Florian Brandes bestätigt: Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen Wolf. Zeichnung und Bewegung des Tieres sprächen dafür, so Leiter der Wildtierstation Sachsenhagen. Hundertprozentig wollte er sich nicht festlegen. Ein Wolf könne auch mit einem Wolfshund verwechselt werden.

Erste Sichtungen in Meerbeck

Brandes berichtete am Montag von mehreren Wolfssichtungen zwischen zehn bis etwa elf Uhr morgens. Der Wolf habe sich von Osten nach Westen bewegt. Erste Sichtungen seien ihm aus Meerbeck gemeldet worden, später folgten Rusbend und Meinsen.

Alles in allem sei es keine Überraschung, dass Wölfe in Schaumburg unterwegs sind. Zuletzt hatte es Anfang Februar deutliche Hinweise gegeben, dass im Bückeberg ein Wolf unterwegs ist. Auch südlich von Sachsenhagen ist nach Angaben von Brandes ein Wolf von einer Wildtierkamera abgelichtet worden.

Gefahr geht nach Ansicht der Experten von Wölfen nicht aus. Das Tier ziehe sich in der Regel zurück, wenn es Menschen bemerke. Wölfe seien scheue Tiere. Wolfswelpen seien allerdings neugierig und agieren oft weniger vorsichtig als erwachsene Tiere.

Langsam gehen, nicht wegrennen

Wem die Begegnung mit dem Wolf dennoch nicht ganz geheuer ist, für den hat Kreisforstamtsleiter Lothar Seidel drei Verhaltensregeln parat:

Man solle sich bemerkbar machen, durch rufen, reden oder in die Hände klatschen.
Langsam und ruhig zurückgehen, nicht wegrennen.
Und auf gar keinen Fall die Wölfe füttern, sonst könnten sie ihre Scheu verlieren.

In der Nacht zu Sonntag ist zudem ein Wolf bei einem Verkehrsunfall auf der B 482 im Bereich Petershagen-Heimsen angefahren und getötet worden. Er war einer Autofahrerin auf einer Brücke entgegengekommen. Peter Schütz, Pressesprecher des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Naturschutz, bestätigte Montagnachmittag, dass es ein Wolf war.  rc

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