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Achterbahn der Emotionen

Spiritual Voices in Meinsen Achterbahn der Emotionen

Mit ihren tief empfundenen Liedern haben die Spiritual Voices rund 180 Zuhörer in der Kirche Meinsen begeistert. Die Gruppe gastierte damit schon zum zweiten Mal bei der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Drei Konzerte haben sie diesmal gegeben – eines davon in Meinsen, die anderen in den Kirchen Sülbeck und Meerbeck.

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Michelle Evans (von links), Coretta Smith und Barbara Hill Moore singen auf ganz hohem Niveau.

Quelle: mig

MEINSEN. „Es ist immer wieder schön, in dieser wunderbaren alten Kirche zu sein“, meinte Barbara Hill Moore, die Leiterin des Ensembles, zum Abschluss.

Die Gruppe gastierte damit schon zum zweiten Mal bei der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Drei Konzerte haben sie diesmal gegeben – eines davon in Meinsen, die anderen in den Kirchen Sülbeck und Meerbeck. Die Gruppe stammt aus Dallas (Texas) und gilt als eine der führenden Spiritual- und Gospelgruppen Nordamerikas. Warum, das war in Meinsen relativ schnell zu hören, begann das Programm doch mit dem klagenden „I wonder as I wander“, einem Traditional. Sopranistin Barbara Hill Moore sang das Lied mit so starker Emotion in ihrer Stimme, dass es einige Sekunden still blieb in der Kirche. Danach löste sich die Anspannung in einem donnerenden Applaus.

Weiter ging es mit „Here’s a pretty little Baby“, einem zarten Spiritual, und „Good News! The Savior is born“, bei dem auch die anderen Ensemble-Mitglieder zeigen konnten, was für gewaltige Stimmen sie haben. Toller Chorgesang, sicher intoniert, mit viel Ausdruckskraft.

Traumwandlerisch und weihnachtlich

Ein zweiter Höhepunkt, in einem an Höhepunkten nicht gerade armen Konzert, bot dann der Beitrag von Coretta Smith, der jungen Sopranistin. Mit ihrem flexiblen bis in höchsten Höhen traumwandlerisch sicheren Sopran sang sie „Schlafendes Jesuskind“ (Hugo Wolf). Eine so überirdisch schöne Stimme gibt es wohl nur selten. Wunderschön auch „Jesus watches over me“ und „Children go where I send You“, das den Chor als ein homogenes Ensemble zeigte, in dem sich die Einzelkünstler der Gruppe unterordnen können. Dass auch dann immer noch genug Platz für Einzeldarbietungen bleibt, zeigte sich am Vortrag von Leon Turner, dem Bassbariton, der „Go, tell it in the Mountain“ zu Gehör brachte. Freude und Leid, Trauer und Fröhlichkeit – all das spiegelt sich in diesen Liedern wider. Tief empfundene Emotionen also, die den Zuhörer auf eine Achterbahn der Gefühle schicken und ihn direkt ansprechen.

Der zweite Teil des Programms war dann eher weihnachtlich gehalten. Mit „O Tannenbaum“ oder dem feinen „A Cradle in Bethlehem“ (Lawrence Mitchell-Matthews, Bariton) war es zunächst deutlich leiser angelegt. Erst zum Schluss drückten die „Voices“ dann noch mal so richtig aufs Tempo. „Come on Children let’s sing“ und „He has the Power“ aus der „Gospel Mass“ sind druckvolle „Abgeher“, die wohl jeden mitreißen. Nach dem leisen, inbrünstigen „Jesus, what a wonderful Child“ und einem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“ war endgültig Schluss. Dass Publikum dankte diesem großartigen Ensemble mit minutenlangem Beifall. mig

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