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Ausbau nach Bedarf

Wieder Grundsatzdiskussion über Regioport Ausbau nach Bedarf

Der Regioport sorgt auch fast zehn Jahre nach Planungsbeginn noch für Grundsatzdiskussionen. Auch im Bauausschuss des Rates der Stadt Minden konnte der Vorsitzende Ulrich Luckner das trotz deutlicher Hinweise nicht ganz verhindern.

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Minden. Zweifel herrschen vor allem an der angestrebten Trimodalität – also dem Anschluss an Kanal, Eisenbahn und Straße – eines der zentralen Merkmale des künftigen Hafens.

 Noch bis zum 16. April läuft die zweite Offenlegung des Bebauungsplanes. Während bei den Streitthemen Beleuchtung, Bauhöhen und Lärmschutz viele Anregungen der Öffentlichkeit aufgenommen werden konnten, bleibt die Frage des Gleisanschlusses nach wie vor offen.

 Der erste Bauabschnitt desnach heutigem Stand im Juli 2017 in Betrieb gehen. Der weitere Ausbau erfolge „bedarfsgerecht“, so Malte Wittbecker vom Planungsverband. Der Gleisanschluss ist im Bebauungsplan vorgesehen, ein Planfeststellungsverfahren für die Trasse gibt es jedoch noch nicht. Umschlagplatz für Züge bleibt also zunächst der Osthafen: „Der Bahnanschluss am Regioport kommt, wenn die Kapazitäten im Osthafen ausgeschöpft sind“, antwortete Wittbecker auf Nachfragen im Ausschuss.

 Grünen-Politiker Horst Idelberger reichte diese Auskunft nicht: „Wann kommt der erste Zug? Ich habe die Befürchtung, der kommt nie.“ Mit der Trimodalität sei es „nicht weit her“. Die vielleicht entscheidende Frage stellte Jens Altvater: Ob es denkbar sei, dass der Bahnanschluss wegen geringer Nachfragen nicht komme, wollte der AfD-Mann wissen. „Die Prognosen sagen das Gegenteil“, so Wittbecker.

 Wann genau die Kapazitätsgrenze am bisherigen Umschlagplatz erreicht sein könnte, ist derzeit schwer abzuschätzen. Der Industriehafen II nähert sich derzeit dem Limit, sagt Joachim Schmidt, Geschäftsführer der Mindener Hafen GmbH. Wenn der wasserseitige Umschlag zum Regioport wechsele, gebe es noch einmal Raum für den Umschlag von der Schiene. Bisher hätten die Wachstumsraten – zuletzt 28 Prozent – fast exakt die Prognosen getroffen, betont Schmidt. Die Entscheidung für einen Hafen mit trimodaler Perspektive sei daher absolut richtig gewesen.

 Die Planer hätten sich aber bewusst gegen eine Salamitaktik ausgesprochen, so Wittbecker. Der B-Plan sei so gestaltet, dass er schon jetzt die Basis für den angestrebten Endausbau lege. mt, hw

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