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Außerordentlich wichtiges Zeugnis

Achumer Meierhof Außerordentlich wichtiges Zeugnis

Der Achumer Meierhof zählt der Auffassung des Gutachters Ulrich von Damaros gemäß zu den „bedeutendsten und am umfangreichsten erhaltenen Großbauernhäusern des 17. Jahrhunderts im Landkreis Schaumburg“. Während des „Tages des offenen Denkmals“ am 13. September wird das Eigentümer-Ehepaar Renate und Heinrich Schütte für detaillierte Informationen zur Verfügung stehen.

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Ein wichtiges Zeugnis der Wiederaufbauphase direkt nach dem Ende des 30-jährigen Krieges ist der Meierhof in Achum.

Quelle: bus

Achum. Zudem gibt die Arbeitsgemeinschaft „Spurensuche“ der Schaumburger Landschaft an einem Stand und mit einer kleinen Ausstellung Einblicke in ihre Tätigkeiten.

Das Herzstück des Hofes bildet eine Fachwerkdiele. „Eine der Größten und Schönsten in Schaumburg“, so Damaros. Speziell die Tatsache, dass beide Dielenlängswände größtenteils im ursprünglichen Fachwerk überkommen seien, weise dem etwa 18 Meter langen und an seiner größten Ausdehnung mehr als acht Meter breiten Raum eine Ausnahmestellung zu.

Der Meierhof, dessen Name auf die milchwirtschaftlich orientierte Tätigkeit seiner früheren Inhaber schließen lässt, befindet sich urkundlich nachweisbar seit 1646 im Familienbesitz. In einem Schreiben der Amtsverwaltung Bückeburg vom 20. Mai 1639 heißt es „Der Meyer (ist) abgebrandt“. Sieben Jahre darauf wurde das niedergebrannte Anwesen der Familie Schütte übereignet. Das 1649 errichtete Haupthaus stellt Einschätzung des Gutachters zufolge ein „für die Region außerordentlich wichtiges Zeugnis für die Wiederaufbauphase unmittelbar nach dem Ende des 30-jährigen Krieges“ dar.

Als weitere Besonderheiten hebt der Architekt und Buchautor die qualitätvolle Verzimmerung des Fachwerkgerüstes und das Kammerfach hervor. Dieser Wohnanbau sei der älteste derzeit in Schaumburg bekannte und fest datierte seiner Art, weiß Damaros. Dendrochronologische Untersuchungen hätten gezeigt, dass das Kammerfach weitgehend im Original erhalten ist.

Seit der 2003 abgeschlossenen umfangreichen Sanierung beheimatet der unter der Adresse Nordtorstraße 16 zu findende Hof eine unter dem Motto „Café und mehr“ betriebene gastronomische Einrichtung. „Wir servieren selbst gebackene Torten und Kuchen, zudem übernehmen wir Planung und Ausführung für Veranstaltungen jeglicher Art“, erläutert Renate Schütte. bus

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