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Auswärtige Gäste sorgen für besonderes Flair

Scheie / Erntefest Auswärtige Gäste sorgen für besonderes Flair

Zahlreiche von weit her angereiste Gäste und ein erstmals auf dem Festumzugsprogramm stehender Tanzbesuch in der „Schraub-Bar“ auf dem Areal der früheren Kronenwerke haben dem Scheier Erntefest zu einem außergewöhnlichen Flair verholfen.

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Vor der „Schraub-Bar“ stellt die Scheier Trachtengruppe ihr tänzerisches Können unter Beweis. © bus

Scheie (bus). „Hier ist alles schick und schön“, lobte Bückeburgs stellvertretender Bürgermeister Horst Schwarze in einem Grußwort. Und mit Blick auf die Dorfgemeinschaft: „Besser geht es nicht. Macht weiter so wie bisher.“

Auch Friedrich Meyer richtete den Blick in die Zukunft. „Wenn wir wollen und alle ein wenig zusammenhalten, können wir so manche Hürde schaffen“, sagte der Ortsbürgermeister. Pastor Jan-Uwe Zapke erinnerte daran, dass Erntefeste in ihren Ursprüngen den Ausdruck der Dankbarkeit beinhalten. „Dank dafür sagen, dass die Ernte vorbei ist und wir für das nächste Jahr etwas zu essen haben“, vertiefte der Geistliche seinen Gedanken. Die Festgesellschaft dürfe aber durchaus auch fröhlich sein und möge das Gute nicht vergessen. Mit Blick auf die aktuelle Feier meinte Zapke: „Das Erntefest in Scheie ist eine Institution, und ich hoffe, dass es weitergeht.“

Der aus Mareike Schmöe, Melanie Rüthemann, Christian Straub, Olaf Pasche, Mark Reinsch sowie Bettina und Ulrich Backhaus bestehende Festausschuss hatte den Ablauf der Schaer Ahnebeier analog zum Vorjahr gestaltet, also die 15 Gespanne des Festumzuges bereits am Sonnabend auf die Reise geschickt und am Sonntag einen bunten Nachmittag mit Cafeteria, Tanzvorführungen, Ernterede, Festansprachen und vielen Unterhaltungsangeboten für Kinder auf die Beine gestellt.

An beiden Tagen setzten nicht nur die Scheier Trachtenträger und die Tänzer der zahlreichen einheimischen Gastgruppen sondern auch Mitglieder des oberpfälzischen Trachtenvereins „Gmoa“ Denkendorf, der Volkstanz- und Trachtengruppe aus dem ostfriesischen Jever sowie der Winzer-Tanz- und Trachtengruppe Enkirch (Rheinland-Pfalz) besondere Akzente. Ebenfalls mit von der Partie war die Engländerin May Littleton, die seit 1999 zu den Stammgästen der Brauchtumsfeier zählt. Insgesamt beherbergte die Trachtengruppe knapp 30 Besucher, die sowohl bei den volkstümlichen Tänzen als auch während der abendlichen Tanzveranstaltungen (Sonnabend mit „Funkey Music“, Sonntag mit den Schaumburger Musikanten) Können und Ausdauer unter Beweis stellten.

Einheimische wie Gäste erlebten mit der Stippvisite auf dem Kronenwerke-Gelände eine Premiere der bemerkenswerten Art. Das Aufeinandertreffen von Trachtentänzern und Tattooträgern im Verlauf des über die Stationen Zimmermannsplatz, Rethof, Schraub-Bar, Dorfstraße/An den Höfen und zurück zum Festzelt am Dorfgemeinschaftshaus führenden Festumzugs hat allen Beteiligten bestens gefallen und soll im kommenden Jahr wiederholt werden. Der Besuch wird sicher Niederschlag in der Ernterede 2012 finden, in der „Heini und Stiene“ amüsante Ereignisse aus dem Dorfgeschehen in plattdeutscher Sprache aufs Korn nehmen. In diesem Jahr kamen unter anderem „Super-Siggi“, die Weihnachtsfeier der Feuerwehr und der Auftritt der Scheier Auslese beim Drachenbootrennen im Bergbad zur Sprache.

Der Trachtengruppen-Vorstand nutzte den Rahmen des gut besuchten „Bunten Nachmittags“, um sich bei Reinhard Peter für dessen langjähriges Engagement zu bedanken. „Bitte bleib’ uns so erhalten wie in der Vergangenheit. Denn ohne Leute wie Dich, die immer bereit sind, sich aktiv in den Verein einzubringen, geht es eben nicht“, hieß es in der Dankadresse.

Bleibt anzumerken, dass der Feier ein etwas weniger erfreulicher Moment – der Polizeibericht spricht von „diversen Körperverletzungen und Streitigkeiten“ – nicht erspart blieb. Und dass der Vorstand kritische Töne über Parallelveranstalter äußerte. Es sei fraglich, ob das Scheier Erntefest unter diesen Umständen einen Fortbestand haben könne, lautete eine der Anmerkungen.

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