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Bückeburg Ortsteile Bogen als Dorn im Auge
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Ortsteile Bogen als Dorn im Auge
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00:16 06.01.2017
Quelle: bus
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Achum

„Unabhängig von der dereinst realisierten Variante werden wir sowieso die Gekniffenen sein“, prognostiziert der 73-Jährige. Dass Achum von der aktuellen Debatte betroffen ist, geht auf den sogenannten „Bückeburger Bogen“ zurück. Die ursprünglichen Pläne hatten in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Streckenführung nördlich des Steinhuder Meeres direkt Richtung Ruhrgebiet vorgesehen. „Nur dem damaligen Fürsten zu Schaumburg-Lippe und seinen Vermögensverhältnissen war es zu verdanken, dass die Bahn über Stadthagen und Bückeburg durchs Schaumburger Land geführt wurde“, erläutert Schöttelndreier.

Damals waren acht der neun seinerzeit bewirtschafteten Hofstellen betroffen. Allerdings scheinen die Achumer keinen kräftigen Widerstand geleistet zu haben. „Denn das Expropriationsverfahren lief 1846 problemlos an“, hält Gerd Steinwascher in der Ortschronik fest. Für einige Höfe habe der Landverkauf schließlich eine günstige Chance zur Entschuldung dargestellt.

Sitzungen ohne Ende - aber kein Geld

Schöttelndreiers Auffassung gemäß werden letztlich die Finanzierungsmöglichkeiten über die Ausführung des Vorhabens entscheiden. Der Ortsvorsteher erinnert in diesem Zusammenhang an ein Trassenprojekt, das in den siebziger Jahren für die Belieferung der Achumer Heeresflieger mit Flugbenzin geplant war. „Zu jener Zeit gab es Sitzungen ohne Ende, aber als alles genehmigt war, war kein Geld da – und die Pläne wurden stillschweigend zu den Akten gelegt.“

Auch heute werde in zahlreichen Diskussionsbeiträgen vergessen, das der Begriff „Bundesverkehrswegeplan“ das Wort „Plan“ enthalte. „Planen kann man viel, und Pläne können geändert werden“, erklärt der 73-Jährige. „Mein Vorschlag wäre es“, merkt Schöttelndreier mit einem unübersehbaren Augenzwinkern an, „den ursprünglichen Plan wieder aufleben zu lassen. Damit wären wir in unserer Region die ganzen Sorgen auf einmal los.“ Der „Bückeburger Bogen“ sei der Bundesbahn ohnehin „ein Dorn im Auge“.

Jenseits der Trassenthematik erinnert Schöttelndreier an Schnatgang, Himmelfahrt, Sonnenwendfeier, Grünkohlessen und Knobelabend des Heimatvereins als das Dorfleben prägende Ereignisse. 2016 sei der bundesweit für Aufsehen sorgende „Tag der Bundeswehr“ hinzugekommen, der indes vor Ort keine überragende Rolle gespielt habe.

Schöttelndreier, der im Anschluss an die Kommunalwahl jetzt sein 26. Jahr als Ortsvorsteher absolviert, freut sich außerdem über die große Teilnehmerzahl der örtlichen Weihnachtsfeier. „So viele Gäste hatten wir noch nie, wir mussten noch zwei Extratische besorgen.“ 2017 werde wohl alles seinen gewohnten Gang gehen. Nächste Gemeinschaftsveranstaltung ist der Ende Februar auf dem Programm stehende Schnatgang. bus

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