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Boskop, Birnen und Bananen

„EU-Schulobst- und -gemüseprogramm“ Boskop, Birnen und Bananen

Weit mehr als 600 Schulen aus ganz Niedersachsen machen nach Informationen des niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bei dem im Sommer 2014 gestarteten „EU-Schulobst- und -gemüseprogramm“ mit.

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Nichts als Flickschusterei

Schüler präsentieren einen der Obst- und Gemüsekörbe. Diesen haben sie schon so gut wie leergefuttert.

Quelle: wk

Meinsen/Bückeburg. Dabei werden die teilnehmenden Grundschulen sowie Förderschulen und Landesbildungszentren wöchentlich für jeweils drei Schultage mit frischem Obst und Gemüse beliefert – und zwar in einer Größenordnung von rund 100 Gramm pro Schüler und Tag.

 Hintergrund des Ganzen ist, dass mit dieser für Schulen und Eltern kostenlosen Aktion das Thema „Gesunde Ernährung“ in den Fokus gerückt werden soll. Seitens der Bückeburger Schulen ist außer der Grundschule Im Petzer Feld auch die Grundschule Meinsen bei diesem Projekt mit von der Partie.

 Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Programm sei, dass die regelmäßige Belieferung mit Obst und Gemüse auch noch durch weitere Aktivitäten in Sachen „Gesunde Ernährung“ flankiert wird, berichtet Ingrid Schultz, die Rektorin der Grundschule Meinsen. Dort beispielsweise behandele man das Thema nicht nur im Rahmen des Sachunterrichts, sondern habe es auch insofern auf der Tagesordnung, als dass in den einzelnen Schulklassen jeden Tag gemeinsam mit der Klassenlehrerin gefrühstückt wird. Dadurch solle erreicht werden, dass die von den Kindern von zu Hause mitgebrachte Verpflegung in Ruhe eingenommen und nicht in den Pausen zur Nebensache oder gar vergessen wird. Ergänzend richte die Elternschaft viermal im Jahr ein großes gemeinsames „Gesundes Frühstück“ für alle Grundschüler aus.

 Darüber hinaus biete die Grundschule Meinsen für die Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe eine Arbeitsgemeinschaft „Schulgarten“ an, in deren Rahmen die Jungen und Mädchen auf dem Schulgelände ein kleines Gemüse- und Erdbeerbeet bewirtschaften, führt Schultz weiter aus. Die Kinder würden so am praktischen Beispiel erfahren, wie man frisches Gemüse und Obst selbst anbauen kann und wie viel Arbeit erforderlich ist, bis die jeweiligen Erzeugnisse erntereif sind.

 Zudem habe man für die Nachmittagsbetreuung ein separates Hochbeet angelegt, in dem die Schüler während der Gartensaison ebenfalls Gemüse, aber auch Kräuter anbauen. Und zu guter Letzt nehme die Grundschule Meinsen an dem Lions-Club-Projekt „Klasse 2000“ teil, bei dem es unter anderen auch um Ernährungsfragen gehe.

 Zurück zum eigentlichen „EU-Schulobst- und -gemüseprogramm“: Die kostenlose Belieferung mit frischem Obst und Gemüse sei schon eine tolle Sache, zumal da dies die Schule ja nichts koste, resümiert Schultz. In Meinsen laufe dies in der Praxis so ab, dass die für jeweils drei Schultage ausreichende Ware einmal wöchentlich von einem Unternehmen aus Lübbecke in klassenweise bepackten Plastikkörben angeliefert wird. Jeweils mittwochs, donnerstags und freitags werden die Körbe aus einem kleinen Lagerraum in die Klassenräume geholt, und der für diesen Schultag bestimmte Inhalt wird während des gemeinsamen Frühstücks genüsslich verspeist.

 „Das Angebot ist recht abwechslungsreich“, findet Schultz. Die Bandbreite reiche von Äpfeln und Birnen über Bananen und Klementinen bis hin zu Möhren. Und die Zufriedenheit ist groß: „Einige Eltern haben bereits nachgefragt, ob dieses Programm im nächsten Schuljahr fortgeführt wird“, verrät die Rektorin und lässt durchblicken, dass sich die Grundschule Meinsen auch für das Schuljahr 2015/2016 um eine Teilnahme am „EU-Schulobst- und -gemüseprogramm“ bewerben will. wk

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