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Werbung für mehr Akzeptanz

"Critical Mass" startet in Bückeburg in die Saison Werbung für mehr Akzeptanz

Die Werbung für mehr Verständnis, Akzeptanz und Aufmerksamkeit für Radfahrer im Straßenverkehr hat sich eine Initiative mit dem Namen „Critical Mass“ (Kritische Masse) auf die Fahnen geschrieben, die seit den frühen neunziger Jahren weltweit in Erscheinung tritt.

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Die „Kritische Masse“ passiert die Scheier Hauptstraße, die für Fahrradfahrer wenig Komfort bietet.

Quelle: bus

Bückeburg. Im Juli des zurückliegenden Jahres erlebte Bückeburg den ersten Auftritt einer „Kritischen Masse“. Seinerzeit waren mehr als zwei Dutzend Radler dem Aufruf zur gemeinsamen Ausfahrt gefolgt. An der Auftaktveranstaltung des laufenden Jahres beteiligten sich acht Interessenten.

 Die Teilnehmerzahl spielt bei „Critical Mass“ eine wichtige Rolle. Die ohne organisatorische Strukturen agierenden Zweiradfreunde berufen sich bei ihren Touren auf einen Paragrafen der Straßenverkehrsordnung, dem zufolge in Deutschland mehr als 15 Radfahrer einen geschlossenen Verband bilden und zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren dürfen. Benutzungspflichtige Radwege müssen demnach als Verband nicht befahren werden.

 „Ein einzelner Radfahrer fällt kaum auf, 100 dagegen schon. Gemeinsam können sie zeigen, dass Radler im Verkehr zur Normalität gehören und nicht als Verkehrshindernis an den Straßenrand gekehrt werden wollen“, führte Felix Wells vor dem Start der Auftakttour aus. Wells versteht sich nicht als Sprecher der Gruppe, sondern allenfalls als Initiator. Darüber hinaus zeichnet er für die Internetseite www.criticalmass-bueckeburg.de verantwortlich, auf der weitere Details über die Initiative in Erfahrung zu bringen sind.

 Die aktuelle Ausfahrt führte bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen vom Marktplatz in die Bückeburger Ortsteile Scheie und Meinsen-Warber. Ein besonderes Augenmerk galt der seit etlichen Jahren in der Kritik stehenden Situation an der Scheier Hauptstraße. Die rund elf Kilometer lange Strecke wurde in freundlicher und entspannter Atmosphäre aber – der Teilnehmerzahl entsprechend – nicht im Verband absolviert.

 Die Idee der Gruppe, sich – völlig gesetzeskonform – den Platz auf der Straße nehmen, der Radlern im alltäglichen Verkehr ihrer Auffassung gemäß durch verfehlte Verkehrs- und Stadtplanung sowie rücksichtslose Autofahrer verweigert wird, kam also diesmal nicht zum Tragen. Wobei es, wie die Teilnehmer betonten, nicht das Ziel der „Kritischen Masse“ sei, den motorisierten Straßenverkehr zu blockieren.

 Vielmehr wollten sie aufgrund ihrer Menge als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden.

 Die effektive Förderung eines sicheren und komfortablen Radverkehrsnetzes mit Abstellanlagen und weiteren Angeboten für den Radverkehr stellten einen wesentlichen Beitrag für die Bewegungs- und Lebensqualität einer Stadt dar, führten die Pedaleure aus. Es gebe viele Gründe, sich für eine Stärkung des Radverkehrs als wesentlicher Bestandteil der Mobilitätskette zu engagieren.

 Die Reihe der unter das Motto „Wir behindern den Verkehr nicht, wir sind der Verkehr“ gestellten Ausfahrten soll am Freitag, 29. April, fortgesetzt werden. bus

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