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16:05 13.11.2017
Begleiten auf dem letzten Wegstück: PCT-Geschäftsführer Aziz Ipek. Quelle: bus
Bückeburg

Jetzt hat das Team sein fünfjähriges Bestehen gefeiert. „Wir wollen miteinander auf die vergangene Zeit zurückblicken und mit Elan und Zuversicht in die Zukunft schauen“, gab Geschäftsführer Aziz Ipek während der im Le-Theule-Saal des Rathauses organisierten Veranstaltung zu verstehen.

PCT richtet ein weiteres Augenmerk auf die Angehörigen, die in diesen schwierigen Situationen besonderer Unterstützung bedürfen. Das Team versteht sich als Teil eines Netzwerkes, zu dem außer Haus- und Fachärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Seelsorger und Hospizhelfern auch Apotheken, Sanitätshäuser, Kliniken, Altenheime und betreuende Einrichtungen gehören. Die Gründung erfolgte 2012 auch, um einen reibungslosen Ablauf für die Zusammenarbeit aller Beteiligten sicherzustellen.

Die Leistungen können sowohl ambulant als auch in einer stationären Pflegeeinrichtung erbracht werden. Im Vordergrund steht anstelle eines heilenden Ansatzes die medizinisch-pflegerische Zielsetzung, Symptome und Leiden zu lindern.

Kein vorgefertigtes Raster

„Wir haben vor fünf Jahren den Mangel erkannt, dass es Patienten gibt, die auf die übliche Art und Weise nicht versorgt werden können“, erläuterte Geschäftsführer Ipek. Anders als im pflegerischen Alltag, in dem heutzutage die Stoppuhr eine wichtige Rolle spiele, ließen sich diese Patienten nicht in ein vorgefertigtes Raster schieben.

„Im Vordergrund steht heute die Dankbarkeit darüber, dass wir diese Arbeit, das Begleiten auf diesem letzten Wegstück, tun dürfen“, sagte Dr. Justus Pahlow, der 2012 zu den Mitinitiatoren des PCT zählte. Es mache demütig, diesen intimen Bereich so gut es irgend geht bis zum letzten Moment zu umsorgen. „Wir verbeugen uns vor allen, die gegangen sind und wir sind bemüht, unser Fachwissen und Arbeiten immer zu erweitern und zu verbessern“, führte der Mediziner aus.

Dr. Andreas Kronjäger vom Krankenhaus Bethel, der die dort seit dem 1. Juli 2016 angesiedelte Palliativ-Einheit vorstellte, hob hervor, dass am Lebensende insbesondere der Würde eine wichtige Rolle zukomme.

Heilen, lindern, trösten

Der Mensch müsse als etwas Einzigartiges wahrgenommen werden: „Wenn wir nicht mehr heilen können, können wir lindern. Wenn wir nicht mehr lindern können, können wir trösten. Und wenn wir nicht mehr trösten können, dann sind wird immer noch da“, legte der Referent dar.

Kronjägers Schilderungen gemäß werden der Palliativstation im Anschluss an den Umzug nach Vehlen ins Klinikum Schaumburg sechs Doppelbettzimmer zur Verfügung stehen. Was für die nahe Zukunft voraussichtlich ausreichen werde. Aber: „Langfristig werden wir damit nicht hinkommen.“

Die Geburtstagsgäste hörten zudem einen vom Palliativmediziner Dr. Wolfgang Schwarz, Marianus-Zentrum Bardowick/Lüneburg, zum Thema „Symptomkontrolle in der palliativen Situation“ gehaltenen Fachvortrag. bus