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Der neue Chef der TS Rusbend ist der alte

Kein Nachfolger in Sicht Der neue Chef der TS Rusbend ist der alte

Einstimmig haben die Mitglieder der TS Rusbend bei der Jahresversammlung ihrem seit 1993 amtierenden Vorsitzenden Heinz Böhne für weitere zwei Jahre das Mandat erteilt.

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Heinz Böhne

Quelle: jp

Rusbend (jp). Dieser konnte allerdings nicht anders, als die einhellige Zustimmung zu seiner Vorstandsarbeit mit einem gequälten Lächeln anzunehmen: „Ein allerletztes Mal“, wolle er das Vorstandsamt übernehmen, stellte er klar. Schon bei seinen vorherigen beiden Wiederwahlen 2011 und 2013 hatte Böhne angekündigt, kein weiteres Mal kandidieren zu wollen, sondern sich um einen Nachfolger für die Vereinsspitze zu bemühen. Das Problem: Auch nach jahrelanger intensiver Suche ist ein solcher weit und breit nicht in Sicht.

 Der neue und alte Vorsitzende kam daher nicht umhin, auch in diesem Jahr das Reizthema Ehrenamtlichkeit aufs Tableau zu heben. Sportvereine wie die Turnerschaft Rusbend hätten keine Nachwuchsprobleme, dafür aber immense Schwierigkeiten, den immer gewaltiger werdenden organisatorischen Aufwand ehrenamtlich zu bewältigen. „Die Menschen gehen gerne in die Vereine, um dort Sport zu treiben, aber wenn es darum geht, sich darüber hinaus einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, ziehen sie sich zurück.“ Exemplarisch zeigte sich das an der Beteiligung der Versammlung: Gerade einmal 27 Stimmberechtigte des knapp 300 Mitglieder zählenden Vereins waren im Rusbender „Schäferhof“ erschienen – ein historischer Tiefststand. Böhne: „Es muss sich wohl herumgesprochen haben, dass es heute Wahlen gibt und dann die Gefahr besteht, ein Amt zu übernehmen.“

 Felsenfest verlassen kann sich Böhne indes auf seine Vorstandskollegen: In dieser Konstellation, die ebenfalls von der Versammlung für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt wurde, gelinge es immer wieder, anstehende Probleme effektiv zu regeln und den Verein nach vorne zu bringen.

 Definitiv keinen Spaß hatte die Turnerschaft hingegen 2014 mit dem Finanzamt Stadthagen: Dieses verlangte aus heiterem Himmel nicht nur eine umfangreiche Anpassung der Vereinssatzung, sondern auch eine Reduzierung der Klubersparnisse, um die Gemeinnützigkeit nicht zu verlieren.

 Die geforderte Satzungsänderung, die laut Böhne erst nach dreimaliger Vorlage den Segen der Behörde erhielt, wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen. Um wie gefordert die finanziellen Rücklagen abzuschmelzen, wird die TS Rusbend für ein Quartal auf den Einzug der Mitgliedsbeiträge verzichten.

 Ein Hühnchen hat Böhne auch mit der Stadt Bückeburg zu rupfen – wegen der Schließung von Sporthallen während der Oster- und Herbstferien. Es könne nicht angehen, dass Sportvereine wie beispielsweise der VfL Bückeburg während der Osterferien auf kommerzielle Fitnessstudios ausweichen müssten, um ihren Mitgliedern das Training zu ermöglichen. Langfristig sei es zwingend erforderlich, den „unseligen Beschluss“ zur Schließung der Sporthallen während der Schulferien zu kippen.

 „Man stelle sich einmal vor, was los wäre, wenn dem VfL Bückeburg mitten während der Punktspielsaison das Jahnstadion drei Wochen lang nicht zur Verfügung stände“, führte Böhne vor Augen. Er hoffe daher, in dem Ende vergangenen Jahres neu formierten „Forum Bückeburger Sportvereine“ etwas zu erreichen.

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