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Ein Knall als Auftakt

Feuerwehrübung Ein Knall als Auftakt

Ein ohrenbetäubender Knall hallt durch die Straßen Scheies. In einem Silogebäude an der Hauptstraße ist es zu einer Verpuffung gekommen. Dichter Rauch steigt aus der Halle auf und Menschen schreien um Hilfe. Was die Feuerwehr zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Bei diesem Einsatz handelt es sich um eine Übung.

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Fünf Trupps unter Atemschutz dringen in die Halle ein: Trotz aller Hindernisse gelingt es mit etwas Verzögerung, alle drei Verletzten aus dem Gebäude zu befreien.

Quelle: pr.

Wenige Sekunden später ist die Sirene der Scheier Feuerwehr zu hören, welche parallel zu den Digitalen Meldeempfängern der Wehr mitausgelöst wird. Nicht nur in Scheie auch in den Nachbarorten Bergdorf und Müsingen werden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus ihrem Feierabend gerissen. Die drei Freiwilligen Feuerwehren bilden den Löschzug Ost der Stadt Bückeburg, der zu diesem Einsatz anrückte.

„Die Zusammenarbeit der drei Feuerwehren im Einsatzfall sowie im Atemschutzeinsatz und der Aufbau der Wasserversorgung sollen im Rahmen der Übung getestet werden.“, berichtet der Scheier Ortsbrandmeister Heiko Fernholz, der die Übung beobachtete.

Drei Personen im Gebäude

Als die ersten Einsatzkräfte der Scheier Feuerwehr eintreffen, erhalten sie von einer besorgten Anwohnerin die Information, dass in dem verrauchten Gebäude zum Zeitpunkt der Verpuffung drei Personen waren. Diese wurden seitdem nicht mehr gesehen.

Während sich die ersten Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten ausrüsten, beginnen weitere mit dem Aufbau der Wasserversorgung. Als Nachteil erweist sich dabei, dass das Scheier Tragkraftspritzenfahrzeug noch eines der älteren Generation ist, das keinen Wassertank für den Erstangriff mitführt.

Mit der Unterstützung der Kräfte aus Bergdorf und Müsingen kann der erste Löschangriff aufgebaut werden. Bereits 15 Minuten nach dem Alarm sind alle sechs Fahrzeuge des Löschzuges Ost mit 40 Einsatzkräften vor Ort.

Rauch erschwert die Sicht

Mehrere Trupps unter Atemschutz rücken in die große Halle vor. Zwar können schnell die Hilferufe der drei Arbeiter gehört werden, der Weg gestaltet sich unter Null-Sicht in der verrauchten Halle aber schwierig. Maschinen und Fahrzeuge sowie die Siloanlagen behindern das Vorgehen der Trupps. Immer wieder müssen die Schlauchleitungen nachgezogen werden, weil sie festhängen.

Trotz aller Hindernisse gelingt es mit etwas Verzögerung, alle drei Verletzten aus dem Gebäude zu retten. Fünf Trupps unter Atemschutz müssen dafür in die Halle eindringen. Ein Sicherheitstrupp steht vor dem Gebäude zusätzlich in Bereitschaft.

Während die Atemschutzgeräteträger in der Halle vorgehen, ist auch außerhalb viel zu tun. Zwei Schlauchleitungen zur Wasserversorgung werden verlegt. Um die Hauptstraße befahrbar zu halten, werden Schlauchbrücken eingesetzt. Außerdem stehen Feuerwehrleute bereit, um die Verletzten in Empfang zu nehmen und zur Verletztensammelstelle zu bringen. Hier versorgen Feuerwehrleute die Verletzten, da der Rettungsdienst in dieser Übung nicht zur Verfügung steht.

Zur Koordinierung des Einsatzes hat sich im erst kürzlich in Dienst gestellten Mannschaftstransportfahrzeug der Bergdorfer Wehr eine Einsatzleitung unter Leitung von Michal Bschor gebildet.

Kleinbrand ist erstickt

Nach etwas über einer Stunde ist die Übung beendet und alle Verletzten an der Sammelstelle versorgt. Auch der Kleinbrand, welcher durch die Verpuffung entstanden ist, ist erstickt. „Übungen in diesem Rahmen sollten regelmäßig auch mit anderen Feuerwehren und Organisationen durchgeführt werden“, so der einheitliche Tenor der teilnehmenden Brandschützer.  r

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