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Ein „Verbindungsmann“ zu den Menschen

Bückeburg / Neuer Küster Ein „Verbindungsmann“ zu den Menschen

Umgeben von Mitgliedern des Tanzkreises „De Hägerringelschotsen“ und der Lindhorster Trachtengruppe ist der neue Küster der Stadtkirchengemeinde, Gunnar Heine, in sein Amt eingeführt worden ist.

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Mitglieder des Tanzkreises „De Hägerringelschotsen“ im Einführungsgottesdienst.Fotos: mig

Bückeburg. Heine, Gründungsmitglied der Lüdersfelder Tanzkreises, hat einen Sohn und ist ein gelernter Kaufmann.

 Es war ein bunter Gottesdienst. Überall saßen Trachtenträger des Tanzkreises „De Hägerringelschotsen“, die ihr Gründungsmitglied bis nach Bückeburg begleitet hatten. Die Frauen hatten ihre schwarzen Punzmützen aufgesetzt und perlenbestickte Schultertücher umgeworfen. Dazu kamen „Hanschen“ an den Armen und „Helschen“ um den Hals. Ein toller Anblick! Vor der Einsegnung durch Pastor Wieland Kastning wies Pastor Jan-Uwe Zapke in seiner Predigt auf den besonderen Wert von Beziehungen hin. „Ich habe den Eindruck, dass Institutionen oder Konventionen heute immer weniger tragen“, sagte der Geistliche. Den Küster sieht Zapke als einen wichtigen „Verbindungsmann“ zu den Menschen. Er sei häufig der Erste, der den Kirchenbesuchern begegnet und mit ihnen in Kontakt tritt. „Ich wünsche Gunnar Heine, dass er die Gemeinde und die Gemeinde ihn lieb gewinnt“, sagte Zapke in einem Gespräch am Rande.

 Ein echter Gewinn ist der neue Küster aber nicht nur für die Stadtkirchengemeinde. Auch die Trachtenträger in und um Bückeburg dürfen sich freuen, schließlich ist Heine dem Trachtentanz seit Langem eng verbunden. Einen Namen hat er sich nicht nur in der Trachtengruppe Lindhorst gemacht, sondern auch bei „De Hägerringelschotsen“, einer losen Verbindung, die Heine 2001 ins Leben gerufen hat. Damals habe er in Lüdersfeld die Pflege ländlichen Brauchtums vermisst, sagt der 47-Jährige. Heine sammelt schon seit Langem Trachten-Kleidung und achtet auch bei der neu genähten Kleidung darauf, dass diese möglichst originalgetreu aussieht. „Ich interessiere mich sehr für Schaumburger Geschichte, meine Familiengeschichte und Schaumburg-Lippische Trachten“, sagt der gebürtige Lüdersfelder. Seine Familie lasse sich in Kirchenbüchern bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Zur Person:

 Gunnar Heine ist gelernter Kaufmann und hat zuletzt im Großhandel (Gewürzimport) gearbeitet. Jetzt möchte er noch einmal „etwas ganz anderes machen“. „Das Küsteramt ist für mich nicht nur ein Job, ich fühle mich da von meinem Glauben getragen“, meint Heine ernst. In seiner Kirchengemeinde hat sich der 47-Jährige schon lange stark engagiert und neben dem Lektorendienst auch mehrere Kinderfreizeiten betreut. An Letzteres möchte er in Bückeburg anschließen. Als Küster tritt Heine in die Fußstapfen von Dieter Lehnemann und Krankheitsvertretung Kerstin Kotowski. Die Dreiviertelstelle lässt ihm genug Zeit, seinen Sohn zu erziehen.

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