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Es fehlt an Nachwuchs

Jahresversammlung beim FC Hevesen Es fehlt an Nachwuchs

Der Ball läuft beim FC Hevesen, und er läuft offenkundig dort momentan ziemlich rund. Im Gegensatz zu manch anderem Jahr, in dem es bei Jahresversammlungen richtig turbulent zuging und Konflikte auch schon einmal ganz offen ausgetragen wurden, zeichnete Vorsitzender Friedhelm Winkelhake in diesem Jahr ein rundum positives Bild.

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Geehrt: Horst Hübner für 50 Jahre und Karl-Heinz Blaume für 25 Jahre.

Quelle: jp

Achum. Sowohl sportlich als auch in allen Belangen des Miteinanders kann sich die Bilanz des 329 Mitglieder starken Vereins mit seinen beiden Sparten Fußball und Tennis für das Jahr 2014 mehr als sehen lassen. Sorgen bereiten nach wie vor die Engpässe im Trainer- und Betreuerbereich.

 „Großartiges“ habe der Trainerstab des FCH im vergangenen Jahr geleistet, bescheinigte Winkelhake den Verantwortlichen der diversen Mannschaften im Junioren- und Seniorenbereich. Dass der Zulauf im Jugendbereich gerade im vergangenen Jahr anhielt, führte Winkelhake nicht nur auf die exzellente Jugendarbeit und so manche erfolgreiche Veranstaltung zurück, sondern auch auf den Schub, den der Gewinn der Fußball-WM in Deutschland insgesamt gebracht habe. Der Nachwuchserfolg lässt jedoch ein altes Problem des FC umso schwerwiegender zutage treten: „Wir brauchen unbedingt im Jugendbereich mehr Trainer und Betreuer“, wiederholte Winkelhake seine Forderungen aus nahezu jeder bisherigen Jahresversammlung. „Die Arbeit mit eigenen Talenten aus unserer eigenen Jugendabteilung ist für uns alternativlos. Unsere Jugendlichen brauchen eine fundierte, intensive Ausbildung.“ Nötigenfalls werde man dazu „externe Wege“ gehen müssen, wenn die internen nicht mehr ausreichten.

 Den vorhandenen Trainern und Betreuern dankte der Vorsitzende für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch der Kontakt zu Schulen und Kindergärten soll aufgrund der Ganztagsschule ausgebaut und intensiviert werden. Vor Kurzem war der Aufbau einer Fußball-AG in Kooperation mit einer heimischen Grundschule an formalrechtlichen Gründen gescheitert, da eine externe Lehrkraft dort nicht unterrichten durfte.

 Ähnliche Sorgen macht man sich im Vorstand über die Schiedsrichtersituation. Zwar hielten die vier vorhandenen Unparteiischen, Ralf Krömer, Sven Brinkmann, Jens Steierberg und Michael Kelle, zur Stange und wurden für ihr Engagement – im Schnitt pfiffen sie 58,8 Spiele während der vergangenen Saison – kürzlich sogar vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) ausgezeichnet, doch Nachwuchs ist auch für sie nicht in Sicht. Auch hier brauche der FCH frische Kräfte, so Winkelhake, um nicht Gefahr zu laufen, irgendwann wegen zu weniger gestellter Schiedsrichter mit Punktabzug bestraft zu werden.

 Für die Tennissparte wünscht sich Winkelhake, dass noch mehr ehemalige Fußballer nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Spielbetrieb den Weg in die Schwestersparte finden.

 Gut zu sprechen ist man auf die Stadt, insbesondere deswegen, weil die Sportvereine der Ex-Residenz weiterhin nicht mit der Hallennutzungsgebühr belastet werden. Das sei ein „unglaublicher Segen und absolut nicht selbstverständlich“, erklärte Winkelhake mit Blick auf einige Nachbarstädte, in denen die Vereine dieses Glück nicht haben.

 Für ein halbes Jahrhundert wurde Horst Hübner die Ehrennadel in Gold verliehen. Die Ehrennadel in Silber für 25 Jahre ging an Karl-Heinz Blaume. jp

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