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Facebook-Freunde finden „Filia“

Müsingen Facebook-Freunde finden „Filia“

Fast 24 Stunden ohne Unterbrechung haben Bastian Preu und seine Freundin Lara Lückebergfeld ihre entlaufene Hündin „Filia“ gesucht, herkömmlich mit Flyern an der Tankstelle, aber auch im Internet. Von dort kam schließlich die erlösende Nachricht. „Ihr braucht nicht mehr zu suchen. Ich habe Euren Hund gefunden.“

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Freude nach erfolgreicher Suche per Internet: Fabian Hahn und Bastian Preu mit „Filia“.

Quelle: pr.

Müsingen. Vor zwei Jahren tourten Preu und Lückebergfeld, beide 23, im Urlaub mit ihrem Wohnmobil durch Griechenland. Eines Tages entdeckten sie am Straßenrand einen ausgesetzten Welpen. Kurzerhand tauften sie ihn „Filia“ und nahmen ihn mit nach Deutschland, um ihm in Müsingen ein liebevolles Zuhause zu geben.

Seit dieser Zeit war „Filia“ immer an Lückebergfelds Seite, wenn sie durch die Müsinger Niederung joggte – so wie dieses Wochenende. Jedoch war dieser Sonnabend der Tag, an dem die Feuerwehr ihre Sirenen kontrolliert. „,Filia‘ peste auf und davon“, berichtet Preu. Nachdem „Frauchen“ ihn nicht wiederfinden konnte, rief die 23-Jährige ihren Freund an. Zusammen suchten sie ihn im Ort und fragten bei der Bundeswehr nach, ob der Hund vielleicht auf deren Gelände gelaufen sei. Aber ohne Ergebnis. Auch die Polizei, Tierärzte und die Mitarbeiter des Tierheims hatten „Filia“ nicht gesehen.

Abends bekamen die Hundebesitzer Unterstützung von Freunden und Bekannten. „Mit bis zu acht Leuten haben wir in Müsingen an jeder Haustür geklingelt“, sagt der gelernte Physiotherapeut. An Tankstellen und Autos verteilten sie bis nachts um 2 Uhr Flyer mit dem Bild von dem zweijährigen Vierbeiner. „Sonntagmorgen um 6 Uhr ging es weiter.“

Damit er weitersuchen konnte, sagte Preu auch seine Schicht im „Minchen“ ab, wo er nebenbei als Kellner jobbt. Dort startete Minchen-Chef Fabian Hahn die Suche im Internet. Er postete ein Foto auf der Facebook-Seite der Szenekneipe mit der Bitte, dass die Besucher, den Eintrag wiederum auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichen („teilen“) sollten. Das taten sie. Mehr als 600 „Freunde“ verbreiteten das Foto im Netz. Dadurch wurde es innerhalb von wenigen Stunden auf 30.000 Bildschirmen und Handy-Displays angezeigt – auch bei Michael Otto aus Meinsen. Der schrieb sofort die erlösende Nachricht. „Ihr braucht nicht mehr zu suchen.“

Otto hatte „Filia“ nachmittags auf dem Parkplatz eines Bückeburger Baumarkts an der Kreuzbreite herumstreunen sehen und den Hund mit anderen Passanten eingefangen. Nach dem Happy End konnte Preu auch wieder lachen. „Jetzt haben wir ,Filia‘ das zweite Mal von der Straße geholt.“ An Sirenengeheul muss sich die Colliehündin in Zukunft gewöhnen. Frauchen Lückebergfeld hat gerade ihre Ausbildung bei der Polizei begonnen. r

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