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Fernab der Küste sind Leuchttürme der Renner

Kleinenbremen / Fest Fernab der Küste sind Leuchttürme der Renner

Früher ist alles viel einfacher gewesen. Wer seinen Garten durch ein Accessoire der Kategorie „herzallerliebst“ oder „ach, wie schön“ aufpeppen wollte, musste sich bloß entscheiden, ob er lieber einen Gartenzwerg, ein Rehkitz oder eine Windmühle hinein stellt. Viel mehr gab der Markt damals nämlich nicht her. Und im Zweifel nahm man halt gleich alle drei Artikel, um den Nachbarn zu imponieren.

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Ein Hauch von Amerika: Elke Schaefer präsentiert den lebensgroßen Bison, den sie und ihr Ehemann im Vorgarten postiert haben.

Quelle: wk

Kleinenbremen (wk). Heute stellt sich die ganze Sache dagegen doch um Einiges komplizierter dar. Die vertrauten Accessoires gibt es zwar immer noch zu kaufen, das Gesamtangebot an derartigen Deko-Artikeln für mittlerweile Haus und Garten ist jedoch um ein Vielfaches größer geworden – fast schon unüberschaubar, kann man sagen. Und die Nachfrage nach solchen Sachen ist offenbar riesig: „Leuchttürme beispielsweise verkaufen wir massenweise“, berichten die Eheleute Elke und Ingo Schaefer aus Kleinenbremen, die vor rund zwei Jahren in den Handel mit derlei Dingen eingestiegen sind, um sich ein zweites Standbein zu ihrem in Rinteln gelegenen Tabak-, Zeitschriften- und Lotto-Geschäft zu verschaffen.

Zu Hunderten seien die bis zu 1,8 Meter hohen, mit Blinklicht ausgestatteten, bunten Skulpturen bei ihnen bereits über den Ladentisch gegangen. Und nicht nur die: Überlebensgroße Maulwürfe mit Lore, Stinkefinger oder auf dem Motorrad sitzend, Hunde, Katzen, Ziegen, Oma- und Opafiguren, Spanner mit Fernglas oder ohne sowie aktuell insbesondere Erdmännchen erfreuen sich eines regen Absatzes, womit das Sortiment selbstverständlich noch lange nicht am Ende ist. Je nachdem, wie viel gerade wieder abverkauft wurde, haben sie zwischen 300 und 500 Artikel vorrätig. Und was nicht am Lager ist, kann kurzfristig beschafft werden.

Die Gründe, warum solche skurrilen, aus Polyresin, Kunstharz oder Fiberglas gefertigten Accessoires gekauft werden, sind höchst unterschiedlich: Manche Kunden suchen bewusst etwas absolut Kitschiges, wobei die Grenzen des guten Geschmacks durchaus stark strapaziert werden dürfen, erklären die beiden Eheleute. Andere wiederum wollen ihrem Garten durch das Aufstellen von Dekofiguren einen tollen Blickfang verpassen. Und ab und an sind auch mal solche Kunden dabei, die „mit Tränen in den Augen“ in einem der original-großen „Plastik“-Hunde ihren leider verstorbenen, vierbeinigen Liebling wiederentdecken.

Detail am Rande: Gerade einmal drei Wochen hatte es gedauert, bis eine in der 70 Quadratmeter messenden Verkaufsausstellung (Bückeburger Straße 16) präsentierte lebensgroße Gorilla-Figur zum Preis von 340 Euro verkauft worden war.

Übrigens haben die beiden Kleinenbremener auch selbst Spaß an den von ihnen vertriebenen Dekoartikeln: „Wir sind Amerika-Fans“, verrät Ingo Schaefer schmunzelnd. Da habe es einfach nahegelegen, dass sie sich einen ebenfalls in Originalgröße nachgebildeten Bison gleich neben dem Bürgersteig in ihren Vorgarten stellen. Trotz des hohen Aufmerksamkeitsfaktors, den das 1200 Euro teure Dekostück inne hat, hat sich bei ihnen bislang allerdings noch kein Interessent für einen so imposanten Bison gefunden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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