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Fest der jungen Leute

Einfahren der Ernte Fest der jungen Leute

Mit elf Gastgruppen, ebenso vielen Fahrzeugen und einer Vielzahl begeisterter Gäste hat das Erntefest in Scheie sicherlich alle Erwartungen übertroffen.

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Erntefestvergnügen auf dem Rethof: Viele junge Leute feiern begeistert mit.

Quelle: jp

Scheie (jp). Organisiert von dem als „sieben Zwerge“ firmierenden Festausschuss der Trachtengruppe Scheie trotzte das ausgelassene Brauchtumsvergnügen dabei nicht nur den alles andere als festlichen Witterungsbedingungen, sondern auch der Konkurrenz mindestens eines weiteren Erntefests im Schaumburger Bereich.

 „Mir ist es noch nie so bewusst geworden, wie viele junge Leute hier begeistert mitfeiern“, konstatierte ein sichtlich beeindruckter Ortsbürgermeister Friedrich Meyer am Nachmittag des zweiten Veranstaltungstages nach Eintreffen des Erntefestumzugs am Dorfgemeinschaftshaus in Scheie.

 Dort war rund drei Stunden zuvor die Erntefest-Kolonne gestartet. Mit dabei war in diesem Jahr außer den Scheier Gastgebern die Landjugend Rechtes Weserufer, die Dorfjugend Nammen, die Dorfjugend Meinsen-Warber, die Tanzfrünne Meinsen-Warber, die Schaumburger Auslese, die Dorfjugend Cammer, die Trachtengruppe Cammer, der Ährenwagen, die Kornmasch, der Schützenverein Scheie und die Trachtengruppe Frille, die seit 40 Jahren ununterbrochen beim Scheier Erntefest zu Gast ist.

 Der elf Traktoren und Anhänger umfassende Konvoi hatte dann zum ersten Mal einen Zwischenstopp am Zimmermannsplatz eingelegt, wo eine „Sette“ und der „Von Holterup“ getanzt wurden. Nächste Station war der Rethof, wo als Tänze ein Pollhäger und der Schlunz auf dem Programm standen. Weiter ging es zur „Schraub-Bar“ an der Lehnstraße, wo im Gegensatz zur Veranstaltung eine Woche zuvor kein Hardrock und kein Heavy Metal erklangen, sondern die musikalische Begleitung für die Tänze „Krup dürn tun“ und „Beckedorfer“. Spätestens an diesem Punkt des Erntefestumzugs schien sich das Wetter entschieden zu haben, dem Trachten- und Tanzvergnügen statt sommerlichen Festwetters Dauerregen zu kredenzen. Was die Erntefestgesellschaft jedoch nicht davon abhielt, ihren Umzug ebenso ausgelassen wie stimmungsvoll sowie ganz und gar wetterfest fortzusetzen.

 Am letzten Halt auf Meier’s Hof an der Scheier Dorfstraße standen dann offiziell der „Obernkirchener“ und der „Freischütz“ auf dem Programm. Letzterer ist jener Tanz, bei dem auf so spektakuläre Weise nicht nur die roten Röcke, sondern komplette Tänzerinnen wie Propellerflügel durch die Luft fliegen. Den größten Jubel gab es allerdings bei der neuesten tänzerischen Errungenschaft der diversen jungen Trachtentänzer, dem „Lied vom Wecken“, geschrieben vom Gießener Germanistik-Professor Frederik Vahle, in dem unter anderem ein Hahn, ein Wecker („Drrrrr!“) und ein Glöckchen („Dinnng!“) von den Teilnehmern lautmalerisch zu imitieren sind, bevor sich alle zum Refrain in scheinbar total wildes Tohuwabohu stürzen.

 Zurück im Festzelt trat nach dem offiziellen Einzug und Aufhängen der Erntekrone als erster Festredner Pastor Jan-Uwe Zapke von der Stadtkirchengemeinde ans Mikrofon, der sich darüber freute, wie selbstverständlich alle Generationen beim Erntefest miteinander feierten. Die Situation der modernen Landwirtschaft nutzte Bürgermeister Reiner Brombach für ein politisches Statement: Er freue sich, dass die Produkte der Bauern aus Scheie zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden und nicht zu Bio-Ethanol. Anschließend nahmen Ernteknecht Dirk Schmöe und Erntemagd Heike Schaper in ihrer wie immer auf Platt gehaltenen Ernterede unterschiedliche Scheier Ereignisse des zurückliegenden Jahres ins Visier. Das Erntefest klang musikalisch im Festzelt zu den Klängen von „Wendy’s Band“ aus.

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