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Flugplatzfeuerwehr lässt Kinderaugen blitzen

Achum / Ferienpass-Aktion Flugplatzfeuerwehr lässt Kinderaugen blitzen

Das Angebot eines Besuchs der Flugplatzfeuerwehr bei den Heeresfliegern in der Achumer Schäferkaserne hat im Rahmen der Ferienpass-Aktion das Interesse von mehr als einem Dutzend Kindern geweckt.

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Der Besuch der Achumer Flugplatzfeuerwehr führt den jungen Besuchern viele unterschiedliche Löschfahrzeuge vor Augen.

Quelle: bus

Achum (bus). Dafür, dass die Neugier der mit einem großen Omnibus angereisten Mädchen und Jungen nicht enttäuscht wurde, sorgte vor allem Harald Bagats. Der Chef der Flugplatzfeuerwehr erwies sich als probater Kenner seiner Materie und wusste auf alle Fragen der Gäste eine Antwort.

Als Keimzelle der Flugplatzfeuerwehr gilt eine acht Mann starke Truppe, für deren Aufbau Brandmeister Ernst Siekmeier am 20. Oktober 1960 Vollzug meldete. Der Rusbender, der zwischenzeitlich als Kreisbrandmeister auch den außerhalb der Kaserne aktiven Feuerwehrleuten vorstand, und der seit fast einem Vierteljahrhundert Träger des Bundesverdienstkreuzes ist, leitete die Flugplatzfeuerwehr von 1960 bis 1993.

Im Zentrum großen öffentlichen Interesses stand die Heeresflieger-Löschtruppe zum Jahresanfang 1973. Nachdem Bund und Landkreis damals die vertraglichen Grundlagen geschaffen hatten und 750 000 D-Mark für das in jenen Tagen schnellste Alarmsystem Niedersachsens ausgegeben worden waren, wurde in Achum am 10. April die Feuerwehrleitzentrale für den gesamten Landkreis ihrer Bestimmung übergeben. Jetzt konnten von hier aus per Knopfdruck alle 53 Feuerwehren Schaumburgs erreicht und alarmiert werden. Am 3. Juni 1988 stand die Flugplatzfeuerwehr erneut in den Schlagzeilen. Anlass war jetzt das Richtfest für die größte Feuerwache der Bundeswehr. Als schlagzeilenträchtig erwiesen sich zudem mehrere Einsätze, die im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe geleistet wurden. In den Annalen stehen unter anderem ein „F-104“-Absturz in Eisbergen/Lohfeld (1965), Brände am Bückeburger Schloss und in der Bückeburger Stadtkirche (1965 und 1966), ein Großbrand in der Glasfabrik Heye in Obernkirchen (1970), ein Pkw/Zug-Unglück in Tallensen (1983) und der Großbrand beim Baumarkt „Obi“ in Bückeburg (1996).

Brandoberamtsrat Bagats leitet die Flugplatzfeuerwehr seit dem 31. Mai 1993. Unter seiner Leitung erfolgte 1999 eine Erhöhung der Sollstärke auf 79 Personen. Dem Personal stehen gegenwärtig 16 Fahrzeuge zur Verfügung. Die Truppe ist nicht nur für den Brandschutz auf dem Flugplatz Achum, sondern auch für die drei Außenlandplätze der Heeresfliegerwaffenschule zuständig.

Hingucker des vom SPD-Ortsverein Bückeburg unter der Leitung von Albert Brüggemann und Gerd Lang organisierten Besuchs waren zwei Löschfahrzeuge der Kategorie „Z8“. Die Allradriesen (Motorleistung rund 1000 PS bei knapp 22 000 Kubikzentimetern Hubraum) haben jeweils 13 000 Liter Wasser und 1600 Liter Schaum an Bord. Dass auf dem gesamten Kasernengelände nicht fotografiert werden durfte – wegen der Ereignisse in Norwegen herrschte Sicherheitsstufe „Alpha“ – tat der guten Laune der Ferienpass-Kinder keinen Abbruch. „Die Sicherheit geht auch und gerade bei der Feuerwehr vor“, meinten Brüggemann und Lang.

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