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Bückeburg Ortsteile Fußballplatz kaum noch bespielbar
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19:50 28.08.2018
Der Platz des FC Hevesen ist fast nicht mehr bespielbar. Vor Kurzem pfiff ein Schiedsrichter ein Punktspiel wegen der zu hohen Verletzungsgefahr erst gar nicht an. Quelle: rc
Bückeburg

„Die Situation hat sich noch einmal verschlechtert“, schrieb er dem Sport- und Partnerschaftsausschuss ins Stammbuch, der zu einem Ortstermin auf die Sportanlage in Achum gekommen ist – der zweite Ortstermin in gut einem Jahr.

Wie Winkelhake ausführte, haben Maulwürfe und Wühlmäuse dem Platz weiter zugesetzt. Ein Weiteres tue jetzt die Trockenheit der vergangenen Monate hinzu. Durch sie ist das Geläuf mittlerweile so hart geworden, dass sich Einsackungen und Erdauswürfe nicht mehr beseitigen lassen. Die Verletzungsgefahr ist dadurch so groß geworden, dass vor Kurzem ein Schiedsrichter nach einer Platzbesichtigung ein Punktspiel zwischen dem FC Hevesen und Stadthagen nicht angepfiffen hat, so Winkelhake.

Der Platz müsse dringend gewalzt, gefräst und geschlämmt werden. Nur: „Wir können im Moment nichts machen.“ Der Platz habe noch nicht einmal eine Berieselungsanlage. Es werde schwierig, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten: „Eventuell können wir nach Regen etwas mit dem Bauhof machen.“

"Nicht finanzierbar"

Der Ausschuss nahm zu der Problematik nicht weiter Stellung. Ein Gutachter hatte jedenfalls bereits im Zuge der Besichtigung der Plätze festgestellt, dass der Platz entkrautet und geebnet werden muss. Gegen die Maulwurf- und Wühlmausproblematik kann nur ständiger Spielbetrieb etwas bewirken – oder aber das gesamte Spielfeld mit bis zu einem Meter tief zu setzenden Sperren zu umfassen. Das sei aber nicht zu finanzieren, wie es beim Ortstermin im Mai 2017 geheißen hatte.

Und ein zweiter Schuh drückt den FC Hevesen weiterhin: der B-Platz. Er wird gebraucht, um den A-Platz insbesondere in der jetzt beginnenden dunkleren Jahreszeit vom Trainingsbetrieb zu entlasten. Nur hat der B-Platz keine Flutlichtanlage. Ein bereits vom Verein und von Achums Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier gestellter Antrag für den Bau einer Flutlichtanlage ist bisher nicht behandelt worden, soll aber im Zuge der Haushaltsberatungen für 2019 erfolgen, wie der Ausschusschef Wolfhard Müller (SPD) sagte: „Das muss rein, wir wollen den Punktspielbetrieb gewährleisten.“

60.000 Euro für Flutlicht

Ganz günstig wird eine Flutlichtanlage nicht, wie in der weiteren Diskussion deutlich wurde. Bürgermeister Reiner Brombach bezifferte die Kosten einer Standardanlage mit sechs Masten und acht Leuchten auf rund 60.000 Euro. Es müsse geklärt werden, ob der FCH mit einer abgespeckten Version zurechtkomme und was benötigt werde. Der Vorsitzende des FC Hevesen mahnte jedenfalls zur Eile. Denn 2019 wird der Verein 100 Jahre alt und würde gerne das Endspiel um den Kreispokal ausrichten: „Nur mit diesem Platz brauchen wir uns gar nicht erst bewerben.“

Immerhin wäre das Vereinsheim auf dem Stand der Dinge. Denn der Ausschuss befürwortete einstimmig einen Antrag des FC Hevesen auf Übernahme von Materialkosten für einen Neuanstrich des Altbaus des Sporthauses. Bis zu 1500 Euro gegen Einzelnachweis darf der Verein ausgeben, der die Arbeiten in Eigenleistung ausführen wird. rc