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Gartenbesitzer fürchten Wildschweine

Röcke / Natur Gartenbesitzer fürchten Wildschweine

Eine Rotte Schwarzwild beunruhigt Anlieger der Straße Am Sandfurt in Röcke. Grund sind Verwüstungen, die die nachtaktiven Tiere bei der Suche nach Nahrung in den Gärten anrichten können. So weit ist es zwar noch nicht gekommen, doch bis an die Siedlungsstraße haben sich die Wildschweine bereits herangearbeitet: Gleich an mehreren Stellen sind der mit Gräsern bewachsene Straßenrand und in den Wald führende Wege großflächig umgebrochen worden.

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In unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung haben Wildschweine in Röcke den Erdboden am Waldrand umgebrochen. © wk

Röcke (wk). „Jetzt warten wir nur noch darauf, dass die in den Garten kommen und dort
alles kaputtwühlen“, berichtet Karl Wöbking, gegenüber dessen Grundstück es die Tiere besonders wild getrieben haben. Mindestens ein erwachsenes Wildschwein und vier Frischlinge dürften die Urheber sein. Solch eine Ansammlung von Schwarzkitteln hatte ein anderer Anwohner Tage vorher des Nachts am Waldrand beobachtet, so der 83-Jährige, den jetzt die Frage beschäftigt: „Wenn die
weitergehen und mir den ganzen Rasen zerwühlen, wer bezahlt das?“
Für derartige Schäden müssen die Hauseigentümer selber aufkommen, erklärt Heinz-Gerhard Ruß aus Meischen, der das Waldrevier mit drei weiteren Jägern gepachtet hat. Denn als Jagdpächter müsse man nach dem Gesetz nur jene Schäden bezahlen, die Wildschweine auf landwirtschaftlich genutzten Feldern und Wiesen anrichten.

Verständnis für die Sorgen der Anlieger habe er jedoch, räumt der Waidmann ein. In der Landwirtschaft würden auf Buttersäure basierende „Verstänkerungsmittel“ eingesetzt, um die Tiere fern zu halten, aber diese chemischen Produkte würden „so erbärmlich“ stinken, dass man das in einem Wohngebiet niemand zumuten könne.

Bleibt nur, die Bestände mit der Büchse klein zu halten: Sechs Stück Schwarzwild haben er und seine Jagdfreunde in dem Revier seit Anfang April zur Strecke gebracht, 2010 waren es 14 Stück. „Die Schweinebejagung passiert nachts“, erläutert Ruß. Dabei sei man auf die wenigen hellen Mondnächte angewiesen, da die Tiere in der Dunkelheit nicht richtig zu sehen seien. Im Winter habe man aber auch schon Drückjagden bei Tage durchgeführt und werde das auch 2011 wieder machen.

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