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„Glücksfall für die Gemeinde“

Heimatforscher Friedrich Voigt „Glücksfall für die Gemeinde“

Er hat bereits 94 Jahre auf dem Buckel, ist aber trotz des hohen Alters immer noch der fleißigste Mitarbeiter der Gemeinde Luhden.

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Sie danken Friedrich Voigt (Vierter von links) für seine „tolle Arbeit“ (von links): Andreas Kunde, Hans Hlauschek, Peter Zabold, Friedrich Voigt, Karl-Heinz Voigt, Fritz Schmidt, Bernd Gliese und Hartmut Büscher.

Quelle: möh

LUHDEN. Die Rede ist vom Heimatforscher Friedrich Voigt, der maßgeblichen Anteil an der Dorfchronik hat, die im Jahr 2010 veröffentlicht wurde. Aber Voigt, der am 23. Dezember 1921 auf der Hofstätte Nr. 66 geboren wurde und sein Heimatdorf bereits im Jahre 1956 aus beruflichen Gründen verließ, arbeitet unermüdlich weiter an alten Schriften und notwendigen Übersetzungen. Denn: Es gibt nicht mehr viele Leute, die der alten Schrift Sütterlin mächtig sind.

Voigt war jetzt wieder einmal „zu Hause“, und der Rat der Gemeinde ließ es sich nicht nehmen, den ehrenamtlichen Heimatforscher zu einem gemeinsamen Essen einzuladen. „Herr Voigt, Sie sind einfach ein Glücksfall für unsere Gemeinde“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Hartmut Büscher: „Ohne Sie wäre unsere Dorfchronik nicht zu dem Werk geworden, das es heute ist: ein umfangreiches, detailliertes Abbild der Entwicklung Luhdens und Schermbecks in den letzten 800 Jahren.“

Voigt hat aber auch nach dem Erscheinen der Dorfchronik nicht locker gelassen. Er kopierte weiter die Kirchenbücher Kleinenbremens mit den Geburten/Taufen, Sterbefälle/Begräbnisse, Konfirmationen und Hochzeiten übersetzte sie aus dem Sütterlin ins Hochdeutsche. Er befasste sich mit der kirchengemeindlichen Zugehörigkeit des Dorfes, gewann neue Erkenntnisse über die St.-Katharinen-Kapelle, übersetzte spezielle Ehebeschreibungen und fand anhand von Urkunden Details über das Leben auf der Frankenburg heraus. „All diesen Aktivitäten gebührt größte Anerkennung. Für diese unermüdliche Arbeit werden noch viele Generationen nach uns dankbar sein“, bedankte sich Büscher in seiner Laudatio auf Voigt.

Viel geleistet für die Dorfgeschichte

Mit Altbürgermeister Peter Zabold steht Voigt seit mehr als acht Jahren in ständigem Kontakt, vor allem per E-Mail. „Voigt hat in dieser Zeit unglaublich viel für die Aufarbeitung unserer Dorfgeschichte geleistet“, betonte Zabold anerkennend. „Die inzwischen auf insgesamt 44 Ordner angewachsene Sammlung an Unterlagen befasst sich nicht nur mit Luhden, sondern auch mit der Region Schaumburg.“ Diese Sammlung wird von dem ehemaligen Bürgermeister ständig aktualisiert und auf dem PC gespeichert.

Und der 94-jährige Voigt, der mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen und jetzigem Wanderfreund Hans Hlauscheck nach Luhden gekommen war, forscht weiter. Seit einiger Zeit, so wusste Zabold zu berichten, befasst er sich mit einer Urkunde aus dem Jahr 1511, die sich im Bückeburger Staatsarchiv befindet und deren Inhalt noch strittig ist. möh

Bereits vor fünf Jahren hatte die Gemeinde dem Heimathistoriker für seine Mitarbeit an der Dorfchronik geehrt. Damals erhielt er eine Ehrenurkunde und das erste Exemplar der zweiten Druckauflage der Chronik Luhden-Schermbeck sowie die DVD, auf der die Geschichte des dörflichen Lebens ebenfalls verewigt ist. möh

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