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Größter Wunsch: Mehr Zeit für die Kinder – und Vollzeitstellen

Kleinenbremen / Kindergarten-Geburtstag Größter Wunsch: Mehr Zeit für die Kinder – und Vollzeitstellen

Zum 40. Geburtstag des Kleinenbremer Kindergartens wünschen sich Erzieherinnen unter anderem mehr Vollzeitstellen, denn das würde bedeuten: kleinere Gruppen, mehr Zeit für Kinder. Viel zu verschenken gibt es heutzutage allerdings nicht.

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Kleinenbremen (ly). „Ich hoffe, dass es gelingt“, sagt Superintendent Jürgen Tiemann zum Thema Personal. „Aber das steht nicht nur in unserer Macht, sondern hängt von den politischen Rahmenbedingungen ab“, erinnert der Chef des Kirchenkreises Minden an den „neuen Sparhaushalt der Landesregierung“. Karin Birkholz, Fachberaterin für evangelische Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis, hat „Erkenntnisse, dass kleinere Gruppen den Kindern wohltäten“.

 Nach einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung arbeiten fast zwei Drittel aller Kita-Erzieherinnen in Teilzeit. Mehr Anreize für Vollzeitbeschäftigung könnten den zunehmenden Mangel an Fachkräften erheblich lindern, heißt es. Wenn 2013 der Rechtsanspruch auf Plätze für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr greift, fehlen demnach bundesweit bis zu 15000 Erzieherinnen.

 Keine Politik bitte, jetzt wird gefeiert. Nicht nur die evangelische Kindertagesstätte, ein Teil der Kirchengemeinde Kleinenbremen, hat in diesem Jahr Geburtstag. Zu feiern gab es außerdem 60 Jahre Frauenhilfe Kleinenbremen/Wülpke. „Und 50 Jahre ‚Rolling Stones‘“, wie Pfarrer Ekkehard Karottki ergänzt. Das passt. „Rock’n’Roll gibt’s nämlich auch im Kindergarten“, erklärt Karottki. „Bewegung, ein ständiges Hin und Her, kein Tag ist wie der andere.“

 Nach siebenmonatiger Bauzeit war der Kindergarten am Rehm 1972 eröffnet worden, „damals ein nacktes Gebäude, das jetzt mit Leben gefüllt ist“, so der Pfarrer. Gekostet hatte der Bau rund 400000 Mark. Zum 25-jährigen Bestehen bekam der Kindergarten eine Runderneuerung für 1,35 Millionen Mark. Aus anfangs drei Gruppen wurden vier mit Ganztagsbetreuung.

 Zurzeit läuft ein Umbau zweier Räume für die U-3-Betreuung. Das Ergebnis soll an einem „Tag der offenen Tür“ präsentiert werden, voraussichtlich im Juni. Zurzeit betreuen neun Erzieherinnen (zwei in Vollzeit) und eine Praktikantin bis zu 68 Kinder (drei Gruppen), davon neun unter Dreijährige. Das Ziel sind zwölf U-3-Plätze. Kosten des Umbaus: etwa 42000 Euro. Bereits seit 2009 bilden die Kindergärten in Kleinenbremen und Nammen den Verbund eines evangelischen Familienzentrums.

 In der Feierstunde berichtete Leiterin Ricarda Osterhage, dass sich die pädagogische Arbeit verändert habe: „Immer mehr Kinder bleiben für immer längere Zeit im Haus.“ Früher hieß es Kindergarten, heute Tageseinrichtung. Was bleibt, sind die Werte. Ein Leitmotiv sei „Erziehung durch Beziehung“ zu den Kindern, ebenso wie Aufbau von Vertrauen und Transparenz im Umgang miteinander. „Auch bei der Vermittlung christlicher Werte und Traditionen“, so Osterhage, „sollen Erzieherinnen Vorbild sein.“

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