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„Helfen müssen wir uns selber“

TVE Röcke verliert Mitglieder „Helfen müssen wir uns selber“

Ein anhaltender Mitgliederschwund bereitet dem Vorstand des 1894 gegründeten Turnvereins „Einigkeit“ (TVE) Röcke Sorgen: Insgesamt 681 Mitglieder gehörten dem Traditionsverein zum Stichtag 31.

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TVE-Chef Joachim Klöpper spricht die Probleme des Vereins präzise an.

Quelle: wk

Röcke. Dezember 2014 an, was ein Minus von 22 Mitgliedern gegenüber dem Ende des vorausgegangenen Geschäftsjahres bedeutet, informierte Frank Tünnermann, der Kassenwart, bei der Jahresversammlung in der Gaststätte „Röcker Krug“.

 „Damit setzt sich der Trend fort, den wir schon in den Vorjahren erlebt haben.“ Denn im Jahr 2013 habe man 27 Mitglieder verloren, und das wiederum sei ein Rückgang gewesen, der in etwa dem Minus an Mitgliedern entspricht, den man in den Jahren davor verzeichnet habe. Das Problem: Je weniger zahlende Vereinsmitglieder, desto weniger Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen (sofern dem nicht durch Beitragserhöhungen entgegengewirkt wird, was bei der jetzigen Versammlung kein Thema war).

 Auf Nachfrage verriet Tünnermann noch, dass der TVE Röcke in den besten Zeiten – also vor rund acht Jahren – noch knapp 800 Mitglieder hatte. Verantwortlich für den Mitgliederschwund macht Joachim Klöpper, der Vereinsvorsitzende, insbesondere den demografischen Wandel, der sich in einem Bevölkerungsrückgang und abnehmenden Kinderzahlen zeigt. Der Verlust an Vereinsmitgliedern ist in seinen Augen übrigens auch deshalb bedauerlich, weil man das ohnehin schon vielfältige Sportangebot des TVE Röcke in den vergangenen Jahren noch „erweitert und angepasst“ hat und insgesamt „die Rahmenbedingungen verbessert“ worden sind, was bislang aber offenbar keine Trendwende bewirkt hat.

 In diesem Zusammenhang ging Klöpper auf den 2014 vorgestellten Sportentwicklungsplan der Stadt Bückeburg ein, der zwar „zu den Herausforderungen der Vereine für die Zukunft unterschiedlichste Handlungsoptionen aufzeigt“, seines Erachtens aber „keine wirkliche Hilfe“ biete. Ergo: „Helfen können und müssen wir uns selber.“

 Ergänzend wies er darauf hin, dass es auch seitens des Ende 2014 als Ersatz für die „Arbeitsgemeinschaft Bückeburger Sportvereine“ ins Leben gerufenen „Forums Bückeburger Sportvereine“ in Sachen Sportentwicklungsplan „viel nachzuarbeiten“ gebe. So sei das Forum beispielsweise dabei, Arbeitsfelder zu identifizieren, um danach die entsprechenden Arbeitsgruppen zu installieren und zu aktivieren. Exemplarisch nannte er dabei die Themenbereiche „Sportlerehrung“, „Hallenzeiten“ und „Gewinnung von Übungsleitern und Mitgliedern“. Ziel sei es dabei, im Laufe dieses Jahres „in den Arbeitsmodus überzugehen“.

 Aber: Ohne die aktive Unterstützung der Stadt Bückeburg und der anderen beteiligten Institutionen – insbesondere der Schulen – werde dies jedoch nicht gehen, unterstrich Klöpper. Belastend für den TVE wie auch die anderen Vereine und deren Helfer seien nämlich die stetig steigende Bürokratie (Stichwort: Übungsleiterabrechnungen, Meldungen an Sportverbände und etwa Steuererklärungen) sowie gestiegene EDV-Anforderungen, die SEPA-Umstellung und selbstverständlich „die ganz normale wachsende Mitgliederverwaltung – und das trotz zurückgehender Mitgliederzahlen“.

 Der Sportentwicklungsplan habe durchaus etwas gebracht, da sich ja das Forum Bückeburger Sportvereine gebildet habe, denn andernfalls hätte man immer noch die Arbeitsgemeinschaft Bückeburger Sportvereine, entgegnete Wolfhard Müller, der Vorsitzende des Sport- und Partnerschaftsausschusses der Stadt Bückeburg, der sich durch Klöppers Ausführungen „herausgefordert“ sah, einen Kommentar abzugeben.

 Die Stadtverwaltung könne den Vereinen die Arbeit jedenfalls nicht abnehmen, betonte Müller, und appellierte, sich für den unter anderem von der Stadt Bückeburg finanzierten Sportentwicklungsplan zu engagieren.

 Klöpper räumte hierzu ein, dass der Sportentwicklungsplan sicherlich eine „gute Basis“ sei. Gleichwohl müssten zumindest die Schulen massiv mitarbeiten, da das Ganze sonst nichts bringen werde. wk

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