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„Kein Dorf kann es alleine schaffen“

Malsch scheidet aus „Kein Dorf kann es alleine schaffen“

„Die Arbeit hat mir sehr viel Freude gemacht.“ Mit diesen Worten hat sich Jörn Malsch aus seinem Amt als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft verabschiedet.

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Jörn Malsch wurde vom neuen Vorsitzenden, Yanneck Mumme, und Ortsbürgermeister Horst Schwarze verabschiedet.

Quelle: mig

Evesen. Malsch, der zwölf Jahre an der Spitze des Vereins stand, übergab das Steuer an den bisherigen Kassenwart, Yanneck Mumme.

Malsch hat diesen Verein geprägt. „Ich kenne den Verein gar nicht anders, als mit dir als Vorsitzenden“, brachte es Mumme auf den Punkt. Malsch verabschiedete sich mit einem letzten Jahresbericht und der Mahnung, weiterhin „an einem Strang zu ziehen“. Die Arbeit als Vorsitzender habe ihm viel Freude gemacht. „Es ist eine sehr schöne Zeit gewesen.“

Mit Blick auf das Erntefest kam Malsch aber auch auf den Verlust dörflicher Kultur zu sprechen. Viele Feste (wie etwa das Schützenfest) gebe es gar nicht mehr. Das Erntefest sei eines der wenigen Feierlichkeiten, die noch geblieben seien, klagte Malsch. Das Erntefest sei von Generation zu Generation weitergegeben worden, „wir haben deshalb die Verpflichtung, das Erntefest fortzuführen“.

Er sei zuversichtlich, dass das auch passieren wird. Das könne laut Malsch aber nur gelingen, wenn Vereine und Dörfer zusammenarbeiteten, um dieses Ziel zu erreichen. „Kein Dorf kann es in der heutigen Zeit alleine schaffen, nur zusammen können wir die Zukunft meistern“, gab Malsch zu verstehen.

Auch deshalb habe sich die Dorfgemeinschaft Evesen in den vergangenen Jahren bemüht, noch mehr als ohnehin schon auf andere Vereine zuzugehen. Für die Zukunft wünscht sich Malsch, dass für jedes Mitglied die Teilnahme am Erntefest oberste Priorität hat. „Schule geht natürlich vor, ansonsten sollte man versuchen Urlaub zu nehmen.“

Nach seinem Jahresbericht wurde Malsch mit einem donnernden Beifall aus seinem Amt verabschiedet. Ortsbürgermeister Horst Schwarze erinnerte an Malsch Eltern, die das Erntefest in Evesen ins Leben gebracht hätten. „Du und deine Schwester“, so Schwarze weiter, „ihr ward immer mit Feuer und Flamme dabei und habt das weitergelebt und weitergetragen.“ Ohne den Verein, sagt Schwarze, wäre die Dorfgemeinschaft in Evesen ein gutes Stück ärmer.

Für Malsch gab es an diesem Abend aber nicht nur gute Worte, sondern auch einige Abschiedsgeschenke – eine Montage aus vielen Fotos beispielsweise und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Dorfgemeinschaft Evesen – Präsi a.D.“. Mumme übergab das Geschenk mit den Worten: „Du bist und wirst immer ein großer Bestandteil dieses Vereins sein.“

Die Vorstandswahl ergab folgendes Ergebnis: Vorsitzender: Jörn Malsch; stellvertretender Vorsitzender: Lukas Wöpking; Kassenwart: Tobias Przybylski; stellvertretender Kassenwart: Marcel Klupsch; Schriftführer: Denis Ehrhardt; stellvertretende Schriftführerin: Mareike Möller; Übungsleiterin Trachtentänze: Alina Theine.

In seinem Jahresbericht kam Malsch auch auf das Programm für das 40. Erntefest zu sprechen. Für den Freitag ist ein „Bayerischer Abend“ geplant (mit der „Bayern-Band“), es gibt bayerische Getränke und einen DJ. „Der Vorschlag ist, dass wir in diesem Jahr auf den klassischen Discoabend verzichten“, so Malsch. Keine großen Änderungen gibt es für den Sonnabend und den Sonntag. Am Sonntag soll, wie in den vergangenen Jahren, Kaffee und Kuchen ausgegeben werden, für den Umzug hofft der Verein auf 35 Wagen: „Die 45 von vor 40 Jahren werden wir wohl nicht erreichen“, befand Malsch.

Weil eine Fotowand geplant ist, hofft Malsch, dass viele Mitglieder ihre Alben öffnen und dem Verein Fotos aus den zurückliegenden 40 Jahren zur Verfügung stellen. Einen Dank richtete der scheidende Vorsitzende an alle Treckerfahrer, Helfer und Mitglieder sowie an Sascha Theine, der für Homepage und Ernterede verantwortlich zeichnet. Der Verein hat 55 aktive und 129 passive Mitglieder. mig

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