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Knipsen kann jeder

„Mit anderen Augen – experimentelle Fotografie“ Knipsen kann jeder

„Mit anderen Augen – experimentelle Fotografie“ lautet der Titel einer Präsentation, die im Mindener Kulturzentrum BÜZ 14 Arbeiten von Heiko Knechtel zeigt. Der in Meinsen-Warber wohnende Künstler folgte einer Einladung von Peter Küstermann, der im BÜZ die Bereiche Ausstellung, Poetry Slam und Mail Art verwaltet. „Knipsen kann jeder. Was wir hier sehen, ist Foto-Kunst“, sagte Küstermann während der Ausstellungseröffnung.

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Heiko Knechtel erläutert Feinheiten seines „Hinter der Grenze“ betitelten Fotos.

Quelle: bus

MEINSEN-WARBER. Knechtels Ziel sei nicht die Abbildung der Realität, sondern das Erforschen des Zusammenspiels von Licht, Blende und Verschlusszeit. Küstermann: „Seine Bilder entstehen durch absichtliche Bewegung der Kamera und faszinieren insbesondere durch Doppelbelichtungen und bereits bei der Aufnahme entstehende Pseudo-Solarisationen.“

Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von Willi Grote. Der Gitarrist hatte sich zuvor intensiv mit den Bildern beschäftigt und brachte nun phantasievolle Improvisationen über das Gesehene zu Gehör. Knechtels Ehefrau Anka stellte Kostproben aus einer Textreihe vor, die den Arbeiten ihres Gatten lyrische Texte zur Seite stellt. Kostprobe: „Ausbruch aus gewohnten Formen / Farben wieder neu / wohl auch die Suche nach bekannten Mustern / doch einlassen auf das Fremde / und plötzlich mit anderen Augen / Schönheit neu entdecken.“

Verfremdung und Imagination

Heiko Knechtels künstlerische Vita nahm ihren Anfang in der Mitte der siebziger Jahre mit der Leitung diverser Fotografie-AGs, Fotoexkursionen und Sammelausstellungen. Es folgten Aktionen und Ausstellungen in Hannover, Warber (Künstlerfest), Bückeburg (Lange Nacht der Kultur) und Möllenbeck. Jüngst war der Diplom-Mathematiker und frühere Leiter des Wilhelm-Busch-Gymnasiums in Stadthagen Gast im Mindener Fort Art und in der Kunstetage Lauenau.

„Fotografie als Kunst bietet dem Betrachter Freiraum zur Auseinandersetzung mit dem Gesehenen und dem Nichtgesehenen. Sie bildet einerseits Wirklichkeit ab und regt andererseits die Phantasie an“, erklärt Knechtel. Im experimentellen Bereich werde dieses durch das Spielen mit Form und Farbe verstärkt. Die Verfremdung der Realität setze Imagination in Gang. Und: „Es entstehen Bilder, die ganz eigene Geschichten erzählen, beim Betrachter eigene Visionen erzeugen und zum Nachdenken anregen.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 24. Januar zu sehen. Für den Schlusstag ab 10 Uhr ist eine Veranstaltung mit einer Einführung in die Kunst der farblichen Verfremdung solarisierter Fotos mit Pinsel und Aquarellfarben vorgesehen. bus

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