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Kraft der Kirchenmusik unter Beweis gestellt

Frille / Konzert Kraft der Kirchenmusik unter Beweis gestellt

Eine ganze Woche lang ist die EKD-Aktion „Kirche klingt 2012 – 366+1“ in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe zu Gast gewesen. Im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Friller Kirche wurde der musikalische Staffelstab jetzt an die Landeskirche Hannover weitergereicht. 

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Gelungenes Konzert: Konzertantes mit Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (Dritter von rechts).

Quelle: mig

Frille. Frille (mig).  Eine dicke braune Chronik ist der „Staffelstab“ und verbindendes Element der Aktion, die in diesen Tagen von Gemeinde zu Gemeinde geht. In ihr sind alle 366 (plus 1) Konzerte verzeichnet, die im Jahr der „Reformation und Musik“ ein klingendes Band durch ganz Deutschland ziehen sollen. Elke Krömer und Sybille Meyer, die sich in Frille durch die Veranstaltungen der Schaumburg-Lippischen Landeskirche blättern, sind begeistert von dieser Form der Nachlese. „Das ist eine ganz tolle Idee. So kann man die Konzerte noch einmal in Ruhe auf sich wirken lassen“, sagt Elke Krömer. Sybille Meyer ergänzt: „Man fühlt sich auf diese Weise mit den anderen Stationen in ganz Deutschland verbunden.“ Sieben Seiten sind dem Schaumburg-Lipper Kirchenkreis gewidmet, die Konzerte in Stadthagen und Petzen haben die beiden Frauen miterlebt. „Wichtig war uns vor allem, die Kirchenmusik der anderen Gemeinden kennenzulernen“, erzählt Sybille Meyer. „Wir haben gesehen, wie groß der Schatz ist, den wir in Chören und Musikgruppen haben.“

 Die große Kraft der Kirchenmusik war ein letztes Mal auch beim Festgottesdienst in Frille zu hören. „Singet dem Herrn ein neues Lied“ lautete der Titel des Leitliedes und zugleich das Motto unter den die Veranstaltung gestellt war. Rund 200 Mitwirkende (aus Chören der Landeskirche, des Bläserensembles der Landeskirche sowie von der Capella Martini Stadthagen) kamen dieser Forderung nur zu gerne nach und zeigten ihr großes Können vor allem bei der Vertonung des 103. Psalms („Nun lob, mein Seel, den Herrn“ von Heinrich Schütz). Gefallen konnte aber auch das restliche Programm, etwa der Liedkanon „Sei Lob und Preis dir, Gott, gebracht“ (Thomas Tallis) oder das jubelnde „Freut euch, singt und spielt“ von Johann Sebastian Bach. Ein Sonderlob verdiente sich Landeskantor Mathias Gauer, der – unterstützt von Kantor Siebelt Meier, Kantor Christian Richter und KMD i.R. Jürgen Frielinghaus – die Leitung hatte und schon die gemeinsame Chor-Probe am Nachmittag abgehalten hatte.

 Die Kraft der Musik war auch Thema der Predigt von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. „Heute ist, in Abwandlung eines Sprichwortes, Reden Silber und Singen Gold“, betonte er. „Musik ist ein Vorschein dessen, was, so Gott will und wir hoffen, auf uns wartet.“ Musik, so Manzke, sei das Gegenbild zum Narcissos, der sich in sein Spiegelbild verliebt habe und um sich selbst kreise. Zum Abschluss des Gottesdienstes wurden alle Mitwirkenden mit einer Rose beschenkt.

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