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Kritik an Alarmierung

Kreisfeuerwehr Kritik an Alarmierung

Wenn sich in der Region Unglücksfälle ereignen oder sonstige Situationen ergeben, bei denen für Mensch und Umwelt Gefahrstoffe freigesetzt werden, kommt die Umweltschutzeinheit der Kreisfeuerwehr zum Einsatz.

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Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote (links) gratuliert Patrick Möller zu dessen Beförderung.

Quelle: wk

Rusbend. Diese Spezialeinheit hat das Know-how und die Ausstattung, um chemische, biologische und atomare Gefahrstoffe nachzuweisen und unschädlich zu machen.

Allein im vergangenen Jahr wurde die Umweltschutzeinheit 17-mal alarmiert: fünfmal wegen Großbränden und zwölfmal für Messeinsätze, bei denen es in der Regel um unklaren Gasgeruch respektive Austritt von Kohlenmonoxid ging. Das berichtete Benjamin Heine, stellvertretender Leiter der Truppe, bei der Jahresversammlung im Rusbender Feuerwehrgerätehaus.

Dabei hatte er allerdings auch kritische Worte parat: Mehrfach habe man feststellen müssen, „dass vermehrt einzelne Fahrzeuge der Umweltschutzeinheit angefordert werden oder bereits einzeln in der Alarm- und Ausrückeordnung der Kommunen erfasst sind“, monierte er. „Dieses stellt uns immer wieder vor Herausforderungen, da die eigentliche Wunsch-Alarm- und Ausrückeordnung der Umweltschutzeinheit dies so nicht vorsieht.“

Zwar sei ihm bewusst, dass der Umfang der Alarmierung in den Zuständigkeiten der jeweiligen Feuerwehren vor Ort liege, jedoch hänge gerade bei den Messeinsätzen viel mehr dran als das reine Messen, erklärte Heine. Denn wenn die Umweltschutzeinheit als unterstützende Einheit angefordert wird, werde davon ausgegangen, dass ein ausgebildetes Expertenteam mit Gerätschaften für Gefahrguteinsätze an der Einsatzstelle erscheint.

Um aber die vor Ort anstehenden Aufgaben „professionell und auch gerichtssicher ausführen zu können“, seien bei den meisten zur Alarmierung führenden Einsatzstichwörtern mehrere Fahrzeuge der Umweltschutzeinheit erforderlich, deren Besatzung und Ausstattung sich je nach Einsatzlage ergänzen, betonte er. So führe ein Team die Gefahrstoff-Messung durch, ein anderes protokolliere den Messeinsatz. Dabei sei das mehrere Seiten umfassende Protokoll zusammen mit dem nach Beendigung des Einsatzes erstellten Einsatzbericht ein „unerlässliches Dokument“. Nur wenn die Umweltschutzeinheit so wie in deren Alarm- und Ausrückeordnung festgeschrieben vorgehe, könne man die professionelle und gerichtssichere Unterstützung gewährleisten.

Nach diesem Exkurs informierte er darüber, dass der Umweltschutzeinheit derzeit insgesamt 95 aktive Feuerwehrleute angehören. Diese absolvieren ihren ehrenamtlichen Dienst zusätzlich zu den in deren Ortsfeuerwehren anstehenden Diensten und Einsätzen.

Ferner gab Heine bekannt, dass er sein parallel bekleidetes Amt eines Gruppenführers Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz nicht mehr fortführen will: „Aus zeitlichen Gründen ist es mir nicht mehr möglich“, begründete er seine Entscheidung. Dabei verwies er auf seine umfangreicher gewordenen Aufgaben als stellvertretender Leiter der Umweltschutzeinheit und sein weiterhin bestehendes Engagement als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Lüdersfeld.

Zum neuen Gruppenführer Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz wurde bei der Versammlung Patrick Möller (Ortsfeuerwehr Gelldorf) ernannt. Unmittelbar davor war Möller vom Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote zum Löschmeister befördert worden.

Eine Personalveränderung steht außerdem an der Spitze der Umweltschutzeinheit an, die bisher von Clemens Keich geleitet wurde. Laut Heine kann Keich diese Funktion „aus beruflichen Gründen“ nicht mehr wahrnehmen, weshalb Keich darum gebeten habe, aus diesem Amt entbunden zu werden. Wer dessen Nachfolger wird, soll in den nächsten Wochen entschieden werden. wk

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