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Langzeitprojekt

Streuobstwiese muss noch wachsen Langzeitprojekt

Einige Zeit wird es schon noch dauern, bis die von der Ortsgruppe Bückeburg des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) vor fünf Jahren auf einem ehemaligen Brachgelände in Bergdorf angelegte Streuobstwiese zu voller Pracht herangewachsen sein wird.

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Anlässlich eines Pflegeeinsatzes auf der Streuobstwiese präsentiert Peter Walter (Dritter von links) gemeinsam mit dem übrigen Vorstand der Nabu-Ortsgruppe Bückeburg und dem Nabu-Mitglied Andreas Behrens (vorne, links) die dort aufgestellte „Wildbienen“-Schautafel.

Quelle: wk

Bergdorf. Bückeburg. Zurzeit lassen die mehr als 50 dort gepflanzten jungen Obstbäume jedenfalls nur erahnen, dass aus dem rund 10000 Quadratmeter großen Areal einmal ein wertvolles, weil in dieser Art in der heutigen Kulturlandschaft nur noch selten zu findendes, spezielles Biotop werden soll. Doch schon in der jetzigen Übergangsphase dient das von einer kleinen Herde Kamerunschafe beweidete und von den Nabu-Aktiven zusätzlich von Hand extensiv gepflegte Pachtgrundstück einer ganzen Reihe an geschützten Arten als Lebensraum.

Heimisch seien beispielsweise Blindschleichen sowie – in einem ebenfalls angelegten, temporär trockenfallenden Tümpel – Erdkröten, Grasfrösche und Molche, berichtet Peter Walter, Vorsitzender der Ortsgruppe. Und in diesem Jahr habe man auf der Wiesenfläche erstmals eine Knabenkraut-Orchidee entdeckt.

Doch damit nicht genug: In der warmen Jahreszeit summt und brummt es dort zudem schon recht ordentlich, denn durch die nur extensive Bewirtschaftung des Areals haben sich nach und nach auch noch andere Wildkräuter und -blumen angesiedelt, die eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Insekten darstellen. So sind etwa unterschiedliche Wildbienenarten zu finden, die jedoch – anders als die mit ihnen verwandte Honigbiene – keine großen Staaten bilden, sondern solitär (einzeln) leben.

Den interessanten und für die Bestäubung von blühenden Pflanzen ebenfalls durchaus wichtigen Wildbienen, denen übrigens auch im häuslichen Garten mit einfachen Maßnahmen (Stichwort: „Insektenhotel“) geholfen werden kann, haben die Bückeburger Naturschützer nun eine große Schautafel gewidmet. Diese steht direkt am Rand der Streuobstwiese und informiert vorbeikommende Spaziergänger in Wort und Bild über die Lebensweise der Wildbienen und über Möglichkeiten zu deren Schutz.

Erstellt wurden die darauf zu sehenden Fotos und die Texte von Peter Walter, während das aus alten Fachwerkbalken gebaute und mit einem kleinen, begrünten Dach versehene Gestell der Schautafel von dem Nabu-Mitglied Andreas Behrens konstruiert wurde.

Abgesehen von einer weiterhin positiven Entwicklung des Langzeitprojektes „Streuobstwiese“ – worüber sich der Vorstand der Ortsgruppe auch freuen würde, ist, wenn sich mehr Leute aktiv für die Naturschutzarbeit vor Ort engagieren. Derzeit zähle der Nabu in Bückeburg rund 450 Mitglieder, von denen aber nur eine Handvoll Leute bei den übers Jahr auf dem Programm stehenden Arbeitseinsätzen mitmachen, resümiert der Ortsgruppenvorsitzende. Potenzial wäre also noch reichlich da. Und Spaß mache es doch auch, gemeinsam anzupacken und etwas zum Wohle der Natur zu unternehmen. wk

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