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Live aus dem Berg

WDR im Besucherbergwerk Live aus dem Berg

Unter Extrembedingungen haben 22 Auszubildende des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln eine Liveübertragung fürs Fernsehen geübt. Ort der Probe war das Besucher-Bergwerk in Kleinenbremen, eine geheimnisvolle Welt aus Stein mit konstanten Temperaturen um zehn Grad Celsius und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit.

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Interview unter Tage: Für ihren Beitrag sprechen die WDR-Azubis auch mit Bergleuten wie dem Nammer Willi Hartmann, der sonst Besucher durch das stillgelegte Bergwerk führt.

Quelle: ly

Kleinenbremen. Gesendet wurde der Beitrag nicht. Im Einsatz waren angehende Mediengestalter Bild und Ton sowie Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, die sich um Energieversorgung und Licht kümmern.

 Salvatore Calleri, einer der Azubis, ist etwas außer Atem. „Die langen Laufwege sind eine große Herausforderung“, erklärt er. Tief müssen die Kabel in den Berg hinein. Nachdem ein Lastwagen voller Technik Verspätung hatte, ist der Zeitdruck umso größer. Und ständig stellen die Ausbilder Kontrollfragen. Stress pur. „Wir haben ein strenges Zeitmanagement“, betont WDR-Ausbildungsleiter Silvan Leggio. „Mit Nebensächlichkeiten können wir keine Zeit vertrödeln. Jeder Handgriff muss sitzen.“

 In den Stollen geht es nicht nur darum, eine Live-Schalte zu simulieren. Die Azubis müssen lernen, mit äußerst widrigen Umständen zurechtkommen. „Irgendwann nagt die Kälte an einem“, bemerkt Leggio. Eingeweihte wissen: Nach spätestens einer Stunde kriecht sie an den Beinen hoch, und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit macht es nur noch schlimmer.

 Wenn es nur das wäre, aber ohne Scheinwerfer ist es in der stillgelegten Erzgrube zudem stockduster. Alle Beteiligten tragen Helme und Warnwesten. „Das Licht wird noch viel Spaß haben, weil die ordentlich Licht machen müssen“, sagt Azubi Calleri voraus und behält Recht. „Die Bilder sahen noch nicht ganz schön aus, die Beleuchtung ist optimierungsfähig“, stellt Ausbildungsleiter Leggio in der Manöverkritik fest. Das seien zwar Kleinigkeiten, die der normale Zuschauer vielleicht gar nicht sehe. „Aber wir wollen zu Profis ausbilden.“ An die Qualität von Bild und Ton stellt der WDR offenbar hohe Ansprüche.

 Wenn das Ende ihrer Ausbildung in Sicht kommt, werden die WDR-Azubis mit einem einwöchigen Seminar auf Herz und Nieren geprüft. Diesmal waren sie in Ostwestfalen-Lippe unterwegs. „Wir fangen mit einfacheren Aufgaben an“, erklärt Silvan Leggio. „Das Bergwerk stand am Ende und bildete den Höhepunkt.“ Soll heißen: höchster Schwierigkeitsgrad.

 Wenn eine Live-Schalte unter Echt-Bedingungen simuliert wird, sprechen Insider von einem „Realitäts-Check“. Echt und kein Schauspieler ist auch Willi Hartmann, ein Bergmann aus Nammen, den der WDR unter Tage zu Übungszwecken interviewt. In Kleinenbremen war die Truppe an einem Donnerstag. Am nächsten Tag wurde es ernst: Aus Lübbecke gingen die Azubis mit einer richtigen Liveübertragung für den Westdeutschen Rundfunk auf Sendung. ly

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