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00:16 12.06.2017
Die Eisenbahnbrücke „Hoher Weg“ muss saniert werden. Quelle: bus
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EVESEN

Das Stadtoberhaupt bezifferte die Kosten des Vorhabens auf rund 185 000 Euro.

Das Bauwerk weist erhebliche Feuchtigkeitsschäden auf. Durch undichte Überbaufugen sind Wasser und Streusalz in das Tragwerk eingedrungen und haben diesem arg zugesetzt. Der Auffassung eines Gutachters zufolge muss die Überführung kurzfristig instand gesetzt werden, um weitere Schäden zu vermeiden. Dazu gehört insbesondere, dass durch die Fugen zukünftig kein Wasser in den Viadukt eindringen kann.

Im Zuge der Oberseitensanierung muss es auch der Beton unterhalb der Brücke und die Pfeiler auf Vordermann gebracht werden. Dort können abgeplatzte Betonstücke Schäden an vorbeifahrenden Zügen anrichten. Für die Unterseitensanierung ist Brombachs Ausführungen gemäß eine Vollsperrung der Bahnstrecke unumgänglich. Das erfordere eine Vorlaufzeit von etwa einem Jahr.

Berechnungsprobleme

Über das Bauwerk ist wenig bekannt. Die Gutachter hatten bei der Untersuchung beträchtliche Schwierigkeiten. Weder waren Pläne über dessen Errichtung noch über die Höherlegung im Rahmen der Elektrifizierung der Strecke Mitte der sechziger Jahre aufzufinden. Die Traglast konnte ebenso wenig berechnet werden wie die Stärke von Bewehrungen.

Die Ortsratsmitglieder Reinhard Luhmann und Cord Siekmeier erinnerten daran, dass Eveser Lokalpolitiker seit mehr als zehn Jahren auf den maroden Zustand hingewiesen haben. Es sei „ärgerlich“ (Luhmann) und „schade“ (Siekmeier), dass auf den Ortsrat wenig gehört werde. Siekmeier mahnte an, die Sanierungsarbeiten möglichst nicht in die Zeit des Erntefestes fallen zu lassen. bus

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