Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Mit „Wasser-Trick“gelinkt – Handy weg

73-Jährige aus Scheie wird Opfer Mit „Wasser-Trick“gelinkt – Handy weg

Opfer eines dreisten Trickdiebstahls ist am Mittwochmittag eine 73-jährige Frau in Scheie geworden. Eine Diebin nutzte die Hilfsbereitschaft der Seniorin aus und entwendete deren Mobiltelefon.

Voriger Artikel
Premiere mit Spaßfaktor
Nächster Artikel
Renate Barkhausen verabschiedet sich

Scheie. Immer wieder täuschen Trickdiebe eine Notlage vor, um sich Zugang zu Wohnungen zu verschaffen oder um an Gegenstände zu gelangen, die sie in der kurzen Abwesenheit der Eigentümer stehlen können – so auch in diesem Fall.

 In Scheie am Jagdweg spielte sich Mittwoch gegen 12.15 Uhr Folgendes ab: Eine Ausländerin bat eine 73-Jährige um ein Glas Wasser für ihr Kind, das in einer Kinderkarre lag. Die Scheierin hatte Mitleid und half. Nachdem die mutmaßliche Täterin wieder verschwunden war, stellte die Seniorin fest, dass ihr Mobiltelefon gestohlen worden war.

 Von der gesuchten Frau liegt folgende Beschreibung vor: zirka 1,65 Meter groß, osteuropäischer Typ, lange schwarze Haare, türkisfarbener Pullover. Sie hatte eine Kinderkarre mit Verdeck dabei, in der ein Baby lag.

 Der Pressesprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer, nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf einige wichtige Verhaltensregeln hinzuweisen, um nicht das nächste Opfer eines Trickdiebstahls zu werden.

 Der Glas-Wasser-Trick oder ähnliche Maschen seien verbreitet. Die Täter täuschten Notlagen vor und erregten Mitleid. Einige Beispiele: Es klingelt. Es sind häufig Frauen, die Übelkeit, Schwangerschaft oder Arzneimitteleinnahme vortäuschen und nach einem Glas Wasser fragen. In dem Moment, in dem die Opfer das Wasser holen, schlüpft eine weitere Person in die Wohnung und durchsucht Schränke und Schubladen. Die meisten Trickdiebe werden im Wohn- oder Schlafzimmer fündig.

 Oft geben Unbekannte an, dass sie Hilfe für ihr krankes Kind benötigen. Der Verpflichtung zur Hilfeleistung komme man auch nach, wenn man einen Arzt verständige, so Auer.

 Grundsätzlich sollte man nie Fremde in die Wohnung lassen. Eine Notsituation sei in der Regel nur ein Vorwand, die Wohnung eines potenziellen Opfers zu betreten. Sei dies erst einmal gelungen, sei man dem oft sehr professionellen Vorgehen dieser Straftäter zumeist hilflos ausgeliefert.

 Weitere gern genutzte Ausreden von Trickdieben: Wegen einer Autopanne wird um Kühlwasser gebeten. Oder der Fremde muss wegen einer Panne dringend telefonieren, angeblich ist sein Handyakku leer. Oder: Das mitgeführte Kleinkind muss dringend zur Toilette. Aber: Niemand sei verpflichtet, Fremde zwecks Toilettenbesuch in die Wohnung zu lassen, so Auer.

 Auch die Masche mit der Wohnungsbesichtigung komme immer wieder vor. Jemand interessiere sich für eine freie Wohnung im Haus. Wegen der grundrissgleichen Wohnung des Opfers bitten die Betrüger um eine Wohnungsbesichtigung.

 Vorsicht, so Auer, sei auch bei hilfsbereiten freundlichen „Taschenträgern“ geboten. Diese „Hilfsbereitschaft“ diene oft nur einem Zweck: in die Wohnung des Opfers zu gelangen.

Hinweise:  Wer die Täterin in Scheie beobachtet hat oder andere Hinweise geben kann, wird gebeten, die Polizei, Telefon (05722) 95930, zu kontaktieren. kk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg