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Schaumburg-Lippische Heimatverein Motivation zum Weitermachen

Neuland hat der Schaumburg-Lippische Heimatverein bei seinen Bemühungen um die Erhaltung heimischer Baukultur betreten: Hatte der Verein bisher nur mustergültig sanierte fertige Objekte ausgezeichnet, gingen Ehrenurkunde und Plakette gestern in Evesen erstmals an ein Projekt, das bis zur Vollendung wohl noch Jahre voller Engagement erfordert.

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Familie Gausmann wird vom Heimatverein für den Erhalt historischer Bausubstanz geehrt.

Quelle: kk

EVESEN. An der Schaumburger Straße hat Familie Gausmann vor fünf Jahren eine ehemalige Großköther-Hofstelle aus dem Jahr 1872 erworben. Behutsam und mit Liebe zum historischen Detail wurden inzwischen einige Innenräume sowie wie Südfassade mit Rundwalm erneuert. Doch in den übrigen Gebäudeteilen und im Stalltrakt wartet noch viel Arbeit.

Und gerade dafür will der Heimatverein mit seiner Auszeichnung motivieren: „Wir würdigen heute Mut und Entschlossenheit der Familie Gausmann, historische Bausubstanz zu erhalten“, begründete Hergen Hennings die Wahl des Bewertungsausschusses, in dem renomierte Baufachleute vertreten sind. Nur drei bis vier Objekte werden pro Jahr prämiert – die sind dann aber auch außergewöhnlich. „Die Auszeichnung soll etwas Besonderes bleiben“, sagte Heinz Brunkhorst, Vorsitzender des Vereins.

Vier Generationen und ein Haus

Kai und Serpil Gausmann freuten sich mit ihrer gesamten Familie über die Anerkennung ihrer Arbeit, versammelt waren gestern vier Generationen. Beide stecken viel Zeit, Herzblut und finanzielle Mittel in die Sanierung der alten Hofstelle. Entstehen wird am Ende so etwas wie ein Wohnhaus für mehrere Generationen. Viele Arbeiten übernehmen Gausmanns in eigener Regie. Die große Diele des Vierständer-Hallenhauses gleicht einer Werkstatt und einem Lager für historische Baustoffe. Wertvolle Tipps für die Renovierung gab es von der Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB), deren Schaumburger Vorsitzender Manfred Röver ebenfalls den Einsatz von Familie Gausmann lobte.

Er hob hervor, dass diese eine Kontaktstelle der IGB einrichten wollen, um ihre praktischen Erfahrungen weiterzugeben. Denn Erfahrungen haben die Gausmanns schon sehr viele gesammelt: Sei es bei der Renovierung der Wohnräume im Obergeschoss mit Lehm, beim Rückbau großer Fensteröffnungen oder beim Neuaufbau des Rundwalms mit alten Lehmziegeln. Nun warten weitere Gebäudeteile auf ihren Einsatz, unter anderem der Rundwalm im Norden. Dort wird der Kontrast besonders deutlich: Das architektonische Kleinod versteckt sich nämlich noch hinter hässlichen Kunststeinen. kk

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