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Museumseisenbahn rollt bald wieder

Ostern 2018 soll es losgehen Museumseisenbahn rollt bald wieder

Von Ostern 2018 an fährt die Museumseisenbahn Minden (MEM) wieder bis zum Besucher-Bergwerk in Kleinenbremen. Wegen maroder Gleise ist die Strecke seit November 2015 ab Nammer Grube gesperrt. Aber nicht mehr lange: Zurzeit wird der Gleiskörper ab Nammen (Zeche) und dem Bahnsteig in Kleinenbremen saniert.

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Am Zug: Im Regen sehen sich MKB-Geschäftsführer Johannes Marg (von links), Walter Caselitz vom Heimatverein, MEM-Chef Werner Schütte und Jörg Achilles, Vorsitzender des Bezirksausschusses, die bereits zugewucherten Gleise am Besucher-Bergwerk an.

Quelle: ly

KLEINENBREMEN. Das berichtet MEM-Vorsitzender Werner Schütte. Es geht um acht Fahrten ab Minden-Oberstadt, verteilt über die Saison.

 Johannes Marg, Geschäftsführer der Mindener Kreisbahnen (MKB), geht davon aus, dass der Abschnitt ab Mitte Oktober wieder befahrbar ist. „Bis dahin sollten die größten Baumaßnahmen durch sein“, erklärt Marg. „Die Strecke wird saniert, weil wir daran glauben, dass dort richtig etwas passieren kann, zum Beispiel Holzumschlag oder Personenverkehr.“

Erschwerte Bedingungen

 Die Museumseisenbahn fuhr bereits vor der Sperrung des Teilstückes und auch künftig „unter erschwerten Bedingungen“, so Schütte. Weil die Gleise der Mindener Kreisbahnen am MKB-Bahnsteig enden, kann die Lok nicht wenden. „Alles, was danach kommt, liegt in der Verantwortung des Besucher-Bergwerks und damit des Kreises Minden-Lübbecke“, erklärt der MEM-Chef. „Wir brauchen eine Genehmigung.“

 Gemeint sind die Meter vor dem Museumsgebäude, das sogenannte Umfahrungsgleis. Dieses Stück, gelegen am Bahnsteig des Besucher-Bergwerks, braucht die MEM zum Wenden. Vor Jahren konnten die historischen Schienenfahrzeuge dies noch nutzen, dann änderten sich offenbar die Eigentumsverhältnisse.

 Zuletzt, also bis Herbst 2015, musste die MEM daher jeweils mit zwei Triebfahrzeugen nach Kleinenbremen fahren. Auf dem Hinweg zog die Dampflok den Zug, hinten hing ein Triebwagen dran. Zurück war der Triebwagen vorn, die Lok hinten. Erst in Nammen konnten die Fahrzeuge getauscht werden, sodass die Lokomotive wieder vorne war.

 Für zwei Fahrzeuge brauchen die ehrenamtlichen Museumseisenbahner auch mehr Personal. Dieser Zustand wird durch die Sanierung der Strecke wiederhergestellt. Auf Initiative der MEM entstand in Kleinenbremen im Frühjahr eine Gesprächsrunde.

 Nun hoffen alle Beteiligten auf das Entgegenkommen des Kreises, dem die Besucher-Bergwerk & Museum gGmbH zu rund 83 Prozent gehört. Zunächst müsste geprüft werden, ob die Weichen noch gängig zu machen sind, ob Schweller ersetzt werden müssten – und was das alles kostet. „Der Kreis muss für diese Sache gewonnen werden“, meint Marg.

 Walter Caselitz, als Vorsitzender des Heimatvereins Kleinenbremen in der Runde, begrüßt die Sanierung der Strecke. „Unser ehrenamtliches Engagement dient der Erhaltung und Förderung des industriellen Kulturerbes Bergwerk Kleinenbremen in Verbindung mit der Museumseisenbahn“, betont er. Caselitz sieht darin „ein Alleinstellungsmerkmal von enormer Bedeutung für unsere Region“. Nicht nur die städtische Tourismus-Initiative, sondern der gesamte Mühlenkreis würden davon profitieren.

Kiosk fehlt

 Wiederholt hatte der Heimatverein darauf gedrängt, dass die Museumsbahn wieder bis nach Kleinenbremen fahren müsse. Unverändert problematisch findet Caselitz, dass es am Besucher-Bergwerk keinen Kiosk mehr gibt. „Es ist ein großes Dilemma, dass die Leute nicht mal einen Kaffee oder ‘ne Cola trinken können.“ Bürgermeister Bernd Hedtmann begrüßt die Sanierung der Strecke ebenfalls. „Das ist gut für die Bürgerinnen und Bürger, das ist gut für die touristische Entwicklung der Stadt Porta Westfalica und die Region insgesamt.“

 Die Stadt hatte unlängst beschlossen, sich mit 16,7 Prozent an der Besucher-Bergwerk & Museum Kleinenbremen gGmbH zu beteiligen und den entsprechenden Gesellschaftsanteil der Barbara Rohstoffbetriebe (Langenfeld) zum Nennwert von 25600 Euro zu kaufen. Dann hat die Kommune auch etwas zu sagen, nachdem sie früher nur einen Betriebskostenzuschuss hatte zahlen dürfen – ohne Mitspracherecht.  ly

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