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Bückeburg Ortsteile Nach 43 Jahren ist Schluss
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Ortsteile Nach 43 Jahren ist Schluss
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08:52 08.06.2018
Aushilfe Christine Alder (von links), Ellen Jittler und Heike Riedel verabschieden sich von ihren Kunden. Quelle: gn
Meinsen-Warber

Ab sofort müssen die Kunden nach Bückeburg fahren, wenn sie einen Lottoschein abgeben, Pakete verschicken oder Briefmarken kaufen wollen. Hier könnte in Zukunft ein möglicher Dorfladen im Ort Abhilfe schaffen, der genau diese Angebote mit in sein Programm aufnehmen möchte.

Angefangen hatte alles im Jahr 1965 mit dem Elektrogeschäft von Karl Jittler. Auch dort konnte man bereits Lotto und Toto spielen sowie Zeitschriften kaufen. Zwischenzeitlich wurde der Laden von Dirk Wehrmann in dieser Form weiter geführt. 2007 übernahmen dann die Zwillingsschwestern Ellen Jittler und Heike Riedel.

Sie bauten das Geschäft um und wurden eine Post-Partnerfiliale. Zeitschriften und Lotto blieben, hinzukamen die Bereiche Tabak und Geschenkartikel.

Nichts zu verdienen

Da alle Sparten, außer der Geschenkartikel, reine Provisionsgeschäfte waren, hatte es ein Laden dieser Art auf dem Dorf wegen nicht allzu großer Kundenströme schwer. Hilfreich war, dass die Immobilie im Familienbesitz war, somit auch keine Ladenmiete anfiel. Es wurden zwar keine rote Zahlen geschrieben, „allerdings“, so Ellen Jittler, „kann man damit nichts verdienen“.

Den Plan, das Geschäft zu schließen, gab es schon länger. „Aber das mochten wir unserer Mutter nicht antun, denn ihr Herz hing sehr an dem Laden“, sagte Heike Riedel. Nach dem Tod der Mutter zogen die Schwestern aber nun die Reißleine und gaben nach elf Jahren auf. Viele Stammkunden sind traurig über diese Entwicklung, haben aber auch Verständnis. Dort wurde nicht nur der Lottoschein abgegeben, sondern auch ausgiebig Klönschnack gehalten.

Mit Sekt für die Kunden feierten die Geschwister Abschied. Nach dem Motto „Alles muss raus!“ waren die restlichen Geschenkartikel in einem Ausverkauf zu Schnäppchenpreisen zu bekommen. gn