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Bückeburg Ortsteile Neun Nester besetzt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Ortsteile Neun Nester besetzt
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18:00 31.07.2018
Der Horst am Petzer Gotteshaus gilt als Beleg dafür, dass die Störche den eigenhändigen Nestbau nicht verlernt haben.  Quelle: bus
Bückeburg

Die Zahl der Jungstörche ist derweil um einen auf 15 gesunken.

Frischs Beobachtungen im Detail: Nest Evesen zwei Jungstörche, Nest Familie von Storch zwei Jungstörche; Petzen Alte Domäne zwei, Röcke eins, Rusbend drei, Scheie Im Rumor zwei, Scheie Rethof zwei. Auf dem in Nordholz in der Nähe der Bückeburger Niederung stehenden Nest hat der Experte keinen Nachwuchs entdeckt. Anders sieht es bei den Nachzüglern aus, die ihr Zuhause in Petzen unmittelbar neben der Kirche St. Cosmas und St. Damian errichtet haben. Dort geht der Fachmann von mindestens einem Küken aus.

Bleibt zu erwähnen, dass auch die auf der Aue-Insel in Meinsen-Warber errichtete Nisthilfe längere Zeit von einem Paar besetzt war. „Die Hochzeitsfeiern haben aber augenscheinlich keine Brut nach sich gezogen“, berichtet Nestnachbar Andreas Paul Schöniger.

Nicht auf Nisthilfen angewiesen

Frisch weist darauf hin, dass Störche keineswegs auf Nisthilfen angewiesen sind. Zwar würden diese gern angenommen, die Fähigkeit zum eigenständigen Nestbau gehe den Vögeln aber nicht abhanden, was der Petzer Horst beweise.

Die derzeitige Witterung macht den Störchen nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) nicht zu schaffen. „Auf der Suche nach Futter kommen sie jetzt bei niedrigem Wasserstand in Teichen und Bächen einfacher an Fische heran“, sagt etwa Storchenexperte Hans-Jürgen Behrmann. Begehrtes Futter stellten auch Mäuse dar, die bei Mäharbeiten auf den Wiesen und Feldern nun einfacher zu finden seien. Der Nabu hat 2017 in Niedersachsen 908 Brutpaare gezählt.

Herbert Busch