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„Nino“ versetzt Bergdorf in Aufregung

Bergdorf / Entlaufener Mischlingshund „Nino“ versetzt Bergdorf in Aufregung

Ein kleiner Mischlingshund hat dieser Tage eine ganze Ortschaft in Aufregung versetzt. Der nicht mal ein Jahr alte Rüde war Ende September von Carmen und Rolf Behrens aus Berlin abgeholt worden und sollte in Bergdorf ein wohliges Zuhause finden.

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 Der junge Rüde „Nino“ hat sein neues Zuhause bei Carmen Behrens mit sechstägiger Verzögerung erreicht.

Quelle: bus

Bergdorf. „Sein Aufenthalt dauerte aber nur rund zwei Minuten“, schildert das Ehepaar. „Nino“ sei wohl etwas verstört von der ungewohnten Umgebung gewesen und habe schnurstracks das Weite gesucht. „Ich habe fünf Stunden nach ihm gesucht, konnte aber nirgendwo eine Spur finden“, berichtet Carmen Behrens.

 Das Ausbüxen des von der Tierschutzinitiative Wilhelmshagen vermittelten Vierbeiners sei eigentlich nicht vorhersehbar gewesen, meint Ehemann Rolf. Auf der Fahrt habe er einen recht zutraulichen Eindruck erweckt. Vielleicht könne eine Ursache der spontanen Flucht in „Ninos“ Vergangenheit als rumänischer Straßenhund gefunden werden. „Dort hatte er kein einfaches Leben.“

 Eine Schicksalsentwicklung vom Straßenhund auf dem Balkan zum Streuner in Schaumburg sollte dem kleinen Racker aber erspart bleiben. Also setzten die Besitzer eine große Suchaktion in Gang. Zettel mit Foto und wichtigen Merkmalen wurden gedruckt und im Umfeld aufgehängt und verteilt. „Bald wussten alle Bergdorfer Bescheid – toll, wie das ganze Dorf sich an der Suche beteiligt hat“, schwärmt Bergdorfs Ortsvorsteher Gerd Vogel. „Die Anteilnahme der Einwohnerschaft war grandios“, unterstreicht Rolf Behrens.

 Ruckzuck war „Nino“ bekannt wie der sprichwörtliche „bunte Hund“. „Zahlreiche Anrufer teilten uns mit, dass sie ihn gesehen hatten. Das Telefon stand nicht still“, erzählt Carmen Behrens. Er wurde in Bückeburg an der Steinberger Straße gesichtet, in Bad Eilsen, in Luhden und in Schermbeck und immer wieder auch in Bergdorf.

 „Als wir ihm begegneten, dachten wir zuerst, es handele sich um eine Katze“, schildern Stefanie und Christian Kewitz. Dann habe er schnell seine Rute eingezogen. „Einmal muss er in der Nacht auch hier gewesen sein, denn das von uns vor die Tür gestellte Futter war am Morgen nicht mehr da“, glaubt das Ehepaar. Der Ausreißer ließ sich nicht locken.

 Familie Vogel versuchte es nicht mit normalem Futter, sondern mit Leckerlis. „Wir haben eine Spur von der Straße bis zur Gartenpforte gelegt“, berichtet der Ortsvorsteher. Wobei er freilich darauf achten musste, dass die im Haus lebende Hündin „Lotta“ dem „Rumänen“ nicht zuvorkam. Bei der ersten Annäherung habe „Nino“ sich schnell wieder aus dem Staub gemacht. „Aber beim zweiten Versuch hat es geklappt“, berichtet Vogel. Zufälligerweise war zu diesem Zeitpunkt auch „Marla“, die Hündin der Familie Kewitz vor Ort. „Die beiden haben den jungen Rüden gemeinsam ein wenig bezirzt“, führt Christian Kewitz aus.

 Sechs Tage nach seinem Verschwinden war „Nino“ tatsächlich in Bergdorf angekommen. Im Anschluss an seine Heimkehr habe er erst mal zwölf Stunden durchgeschlafen, erzählen die Besitzer. Er sei noch immer ein bisschen ängstlich und traue sich nicht richtig vor die Tür. „Aber er hat bereits unser Sofa in Beschlag genommen.“ bus

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